Wochenberichte

Die Räuberhöhle geht in Winterpause (21.12.2012)

Jona taucht eine Zapfenkerze

Die schöne Adventszeit mit ihrer Vorfreude und Besinnlichkeit ist nun vorbei und im ganzen Land freut man sich über die Weihnachtsferien. Auch hier in der Räuberhöhle geht man nach der letzten Kindergartenwoche 2012 mit Gedanken ans Weihnachtsfest aus dem Wald.

Der Dezember verlief mit seinen Überraschungen und Adventstürchen noch sehr abwechslungsreich: Der herrliche Schnee erlaubte uns heitere Rodelpartien, die Kinder stellten eigene Zapfenkerzen her, den überwinternden Vögeln hingen wir selbstgemachte Körnerplätzchen auf, viele Kinder brachten ihr Vesper in Thermobehältern mit und was leckeres darin war wurde meist der ganzen Gruppe gezeigt und ein neues Buch erzählte eine Woche lang im Morgenkreis die Weihnachtsgeschichte aus der Perspektive der Tiere, die anwesend waren.

Nach so viel Winterweihnachtsaktionen können wir nun gut eingestimmt in die Feierlichkeiten gehen. Wir wünschen allen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2013!

(mk)

Hier findet Ihr die Wochenberichte, die uns Maren immer so schön schreibt. Wir veröffentlichen sie immer im Herrenberger Amtsblatt, wollen Sie aber auch den Besuchern unserer Homepage nicht vorenthalten ;-)

Schneebruch - Räuberhöhle weicht aus (29.10.2012)

Der erste Schnee - schön und gefährlich

Vor zwei Wochen brach der Winter über das Land herein. Der Wetterdienst warnte vor Lebensgefahr durch Schneebruch und empfahl allen Menschen, den Wald nicht zu betreten. Das betraf natürlich auch die Räuberhöhle.

Der Sicherheitsbeauftragte Alex Hübner hat mit dem Vorstand Alfred Steinki noch am Sonntag eine Ortsbegehung an der Räuberhöhle gemacht und es war schnell klar: hier kann kein Kindergarten stattfinden! Also wurde die Telefonkette angeschoben und alle Eltern informiert, dass die Kinder am Montag nicht in den Wald kommen sollten. Ersatzrtreffpunkt waren Kindergartengerechte Räume einer Firma in Altingen mit Außenspielplatz. Der Sicherheitsbeauftragte vedrabredete sofort einen Termin mit dem Baumsachverständigen Raphael Morlion aus Hailfingen. Es stellte sich heraus, dass es richtig war, den Kindergartenbetrieb in dieser Woche nicht im Wald stattfinden zu lassen. Äste waren heruntergebrochen, Bäume umgeknickt und andere Äste hingen noch gefährlich in den Bäumen. Für den Freitag wurde direkt die Behebung der Schäden durch Baumpfleger veranlasst und so konnte am Montag danach der Kindergarten wie gewohnt in der Räuberhöhle am Mönchberger Sportplatz stattfinden.

Für die Eltern war es ein gutes Gefühl zu wissen, dass bei solchen Gefahrsituationen ein verlässlichen Sicherheitsmanagement greift und der Schutz ihrer Kinder an erster Stelle steht. Noch nehmen wir weitere Kinder auf.

(as)

Füße schlecken (14.9.2012)

Finja schleckt Jogurt vom Fuß

Die Sonne scheint und es ist noch warm im Wald. In den nächsten Tagen soll es etwas kühler werden, daher nutzen wir die angenehmen Temperaturen und befreien unsere Füße von Schuhen und Socken. Viel zu lachen gibt es dann, als wir uns in Kleingruppen die Füße mit Joghurt einschmieren und Finja daran lecken lassen. Die Kinder bemerken: Das kitzelt, aber die Zunge ist ganz warm. Manche schmieren sich Joghurt bis zum Knie und genießen die ungewöhnliche aber angenehme Sinneserfahrung. Die Finger werden auch noch abgeschleckt, bis alles wieder sauber ist. „Noch einmal!“, einige Kinder wollen gar nicht mehr aufhören, als die nächste Gruppe an der Reihe ist. Lustig war's, da sind sich alle einig!

Indianer in der Räuberhöhle (7.9.2012)

Waldtippi in der Räuberhöhle

Wiehernd galoppiert ein schwarz-weißes Pony über die Prärie. Es ist Kleiner Donner, der treue Gefährte des kleinen Indianerjungens Yakari. Als Kleiner Donner Yakari erblickt, bietet er ihm einen Platz auf seinem starken Pferderücken an. Dann geht es im langsamen Trab vorbei am Tipi, welches sich gerade im Bau befindent.

Diese Woche haben sich die Kinder in die abenteuerliche Welt der Indianer begeben. Gemeinsam errichteten wir ein Tipi aus Ästen um eine Buche herum. Hier konnten sich die Indianer nach einer anstrengenden Bisonjagd ausruhen. Aber meistens war es draußen viel spannender, wenn Großer Adler, Kleiner Donner, Kleiner Dachs und Yakari die unterschiedlichsten Abenteuer erlebten. Wir sind gespannt, wie sich das Indianerthema weiterentwickeln wird, denn die Kinder sind sehr engagiert dabei!

Sommerregen (31.8.2012)

Regentropfen kitzeln uns im Gesicht

Ein leises Grollen dringt an unsere Ohren. Zieht da etwa ein Gewitter auf? Kurze Zeit später fallen die ersten Tropfen. Wir sehen keine Blitze und es dauert auch noch einige Zeit bis ein weiterer Donnerhauch die Luft erfüllt. Der Regen wird langsam stärker und wir bringen schnell unsere Rucksäcke ins Trockene. Dann schlüpft ein Jeder rasch in seine Regenkleidung und raus geht’s ins kühle Nass. Wir legen uns auf den Rücken und genießen die Regentropfen, die uns sanft im Gesicht kitzeln. Sommerregen kann so schön sein!

Start ins neue Räuberhöhlenjahr (23.8.2012)

zwei Kinder beim toben

Die Sommerpause der Räuberhöhle ist vorbei und der Start in das neue Kindergartenjahr bringt so einiges Neues mit sich. Mit einer Anerkennungs-praktikantin sind wir nun ein dreiköpfiges Betreuungsteam, welches dem kommenden Jahr voller guter Dinge entgegenblickt! Unsere Gruppe bereicherte außerdem gleich vom ersten Tag an ein vierjähriges Mädchen, welches sich ganz besonders über unseren dritten Zuwachs freute: Finja, ein Isländer-Spitz-Welpe begleitet nun die Gruppe. Sie freut sich immer riesig auf die Kinder und auch die Eltern werden begeistert begrüßt. Sie buddelt genau so gerne wie die Kinder, liebt Stockspiele mit ihnen, lässt sich im Bollerwagen herumziehen, krabbelt auf den Schoß zum schmusen, schleckt gerne an Armen und Beinen und tobt mit den mutigeren auch gerne mal wilder, dann kugeln Mensch und Hund über den Waldboden und andere Kinder schauen fasziniert und lachend zu. Finja ist eindeutig ein willkommener Neuzuwachs, der für viel Freude sorgt und immer wieder neuen Gesprächsstoff liefert.

Natürlich gibt es auch Kinder, die zunächst auf Distanz achten und lieber erstmal beobachten. Das ist auch gar kein Problem, denn Finja ist an der Leine und schläft außerdem noch viel in ihrer Box. Aber selbst die ängstlichsten habe sie inzwischen schon gestreichelt und bleiben entspannt, wenn Finja direkt an ihnen vorbeiläuft.

Auf ein tolles, neues Räuberhöhlen-Jahr! Wir freuen uns drauf :)

Bach- und Wiesenwoche (27.7.2012)

Einweihung des Korkenmühlrades

Die Räuberhöhle macht Urlaub: vom 28. Juli bis zum 19. August sind wir in der Sommerpause. In der letzten Woche haben wir uns schonmal auf die Ferienstimmung vorbereitet und verbrachten fünf sonnige Hochsommertage an der Ammer. Die ersten zwei Tage lagerten wir größtenteils direkt an der Quelle, wo wir uns einen schönen Tümpel mit vielen Wasserschnecken raussuchten. Eimer und Korken wurden mit Hilfe von Schnüren und Stöcken zu Angeln umgebaut und es dauerte nicht lange da waren Schuhe und Socken durchnässt. Macht ja nichts, es war ja warm und man konnte wunderbar barfuß laufen. Auf einem Spaziergang entdeckten wir dann ein schönes Plätzchen am Bach. Dort gefiel es uns so gut dass wir fortan direkt dorthin zogen. Der Bach war eiskalt, sodass mitgebrachte Melonen gut gekühlt werden konnten. Viel Spaß und Spannung war angesagt: Wir schauten gespannt der Einweihung unseres selbstgebauten Korkenmühlrades zu, spielten Wassermusik, ließen Strohfloße durch ein Rohr schwimmen, erfrischten uns mit Tütenduschen und spielten am Wasser mit den vielen Hunden, die uns täglich besuchten und meist keine große Lust hatten, uns wieder zu verlassen. Wir freuen uns sehr, dass wir das Wasser bei so herrlichem Wetter genießen konnten und nach einer abschließenden Wasserbombenschlacht ging es dann bepackt mit schönen Erinnerungen in die Ferien!

Abenteuerspaziergang (13.7.2012)

Klettern am Seil

Wir sind unterwegs zur „Brücke“, ein Waldplatz den wir gerne zum klettern aufsuchen. Am Grafenberg machen wir Rast und vespern gemütlich im Kreis. Dabei wird mal hier ein Stückchen Karotte gegen eine Erdbeere getauscht und mal da eine Aprikose oder ein bisschen rote Beete zum Zunge einfärben verschenkt. Um uns herum krabbeln die Spinnen und am Himmel zieht eine graue Wolkendecke übers Land. Man hört Kinderlachen und sieht entspannte Gesichter. Es ist schön hier.

Als das Vesper vorbei ist packen wir wieder unsere Rucksäcke und ziehen weiter: bis zum Wegstein, dann den Hang hoch (und wieder runterrennen, und wieder hoch...), zur dicken Eiche und dann sehen wir auch schon die Brücke. Die Hänge dort eignen sich hervorragend zum runterrutschen und damit auch jeder wieder hochkommt befestigen wir ein Seil an einer überstehenden Wurzel – und dann geht’s los...

...schon bald erleben die Kinder ihre ganz eigenen Abenteuer: auf See, in lang vergangenen Urzeiten, als Feuerwehrleute oder mutige Helden beim Erklimmen eines umgestürzten Baumstamms.

 

Bevor wir uns schließlich auf den Rückweg begeben, werden noch einmal die Trinkflaschen ausgepackt und dann...

...ja, und dann beginnt ein ganz neues Abenteuer. Der Trampelpfad zurück zur Räuberhöhle, eine Abkürzung die wir schon des öfteren genutzt hatten, ist kaum noch wieder zu erkennen. Rankende Dornen und wuchernde Brennnesseln versperren uns den Weg. Wir kommen nur langsam voran, denn vorsichtig muss man an den stechenden und brennenden Pflanzen vorbei, darunter hindurch oder darüber steigen. Stöcke helfen uns dabei, das ein oder andere Wuchergewächs zur Seite zu halten. Als wir dieses Hindernis gemeistert haben, geht es schon leichter voran. Und dann begegnen wir deutlichen Spuren des vergangenen Sturms: ein alter Baum, der schon lange Zeit vollkommen abgestorben beeindruckend in den Himmel ragte, wurde vom Wind ergriffen und niedergeschmettert. Große, abgesplitterte Stücke liegen zerstreut am Boden. Der Wald ist damit um ein Kunstwerk der Natur ärmer geworden.

Aber nicht nur diesen kranken Baum hat es erwischt. Als wir weiterlaufen versperrt uns ein dicker Buchenstamm den Weg. Wir klettern hinauf und erkennen dann, dass der Baum entwurzelt wurde. In den Kindergesichtern ist großes Erstaunen zu lesen: Nur vom Wind! Wow!

Unter einem abgesplitterten Aststück der Buche haben sich Ameisen niedergelassen. Als wir das Stück Holz vorsichtig anheben, wimmelt es nur so von den kleinen Arbeitern, die in aller Eile ihre Eier in Sicherheit bringen. Wir wollen sie nicht unnötig aufregen und decken ihren Bau wieder zu.

Auf den letzten Metern zur Räuberhöhle begegnen wir keinen weiteren Hindernissen und im abschließenden Gesprächskreis lassen wir nochmal die spannenden Ereignisse des Tages Revue passieren.

Knochenforschung (6.7.2012)

Am Skelettplakat wird das zuvor ertastete sichtbar gemacht

Draußen ist es kühl und wiederkehrende Regenschauer machen die geheizte Hütte zu einem wohligen Aufenthaltsraum, wo man sich der nassen Kleidung entledigen kann. Ein paar Kinder sitzen in der Kuschelecke, man möchte meinen dass sie weiche Matratzen und flauschige Decken dem Regen und der Kälte vorziehen. Doch der Aufenthalt in der Hütte hat andere Gründe, wenn man die Kinder beobachtet, kann man es vielleicht erraten:

Sie klopfen sich gegenseitig vorsichtig an den Kopf, drücken unterschiedliche Stellen des Körpers, betasten sich die Finger und zwischendurch kommt immer wieder ein Ausruf „Da ist es hart!“ und gemeinsam wird überlegt, wie das gezeigte Körperteil heißt. Die Kinder sind nämlich auf Knochensuche. Nach einigem Tasten ist klar: Da sind ganz schön viele Knochen in unserem Körper. Da wir sie aber so nicht sehen können, schauen wir uns das ganze auf einem lebensgroßen Plakat an, auf dem ein Skelett abgebildet ist. Die Kinder zeigen ein paar Knochen, welche sie vorher bei sich oder anderen gespürt haben. Dann überlegen wir uns gemeinsam, ob Knochen auch mal brechen können, wie z.B. ein Stock. Einige Kinder erzählen von bereits gemachten Erfahrungen mit Knochenbrüchen und Gipsarmen.

Bei dem Versuch einen Stock zu biegen, bricht er. Wenn Knochen aber auch brechen können, warum können wir dann die Finger biegen, oder den Arm beugen? Beim genaueren Hinsehen entdecken die Kinder viele Lücken in den Knochen und es wird auch klar, dass es viele Einzelknochen sind, die aneinander gereiht sind. Die Theorie der Kinder: Immer wenn ein neuer Knochen anfängt, also bei der Lücke, kann man sich bewegen ohne dass der Knochen bricht – so haben wir das Gelenk entdeckt. Wo wir überall Gelenke hatten, konnten wir dann an uns selbst entdecken, denn wo sich etwas „biegen“ lässt, da muss auch ein Gelenk sein. Nach einem Selbstversuch stellten wir aber fest: nicht jedes Gelenk lässt jede Bewegung zu.

Als wir mit unseren Knochenforschungen zum Ende kommen, hält uns das Wetter nicht weiter in den warmen Räumlichkeiten, denn wie heißt es so schön: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung. Und nachdem wir wieder unsere Regenjacken, Matschhosen und wasserdichten Schuhe angezogen haben, geht es wieder hinaus ins Grüne.

Faszination Technik (29.6.2012)

Herr Eipper demonstriert die Fähigkeiten seines Balkenmähers

Rückblickend verlief die letzte Räuberhöhlenwoche unter dem Motto „Entspannung, Rhythmus und Technik“. Die Woche begann mit einem Wohlfühlprogramm „Von Kopf bis Fuß“. In einem abgeschirmten Bereich hatten die Kinder die Möglichkeit, sich in Kleinstgruppen bei einem entspannenden Fußbad von einer Erzieherin mit Igelball und Bokoma massieren zu lassen. Insbesondere mit dem Bokoma wollten sich die Kinder gegenseitig massieren. Dabei wurde viel gelacht, denn der „komische Rührer“ für den Kopf kann ganz schön kitzeln.

Nachdem wir über einige Wochen verteilt nun sechs unterschiedliche Astgabelrasseln gebastelt haben, konnten wir diese Woche ein rhythmisches Spiel damit machen, wobei auch alle unterschiedlichen Klänge der verschiedenen Rasseln erforscht wurden. Dabei gab es eindeutig einen Favoriten: Die „Doppelrassel“ mit Teelichteralu-Plättchen und Holzscheiben.

Auf Wunsch der Kinder besuchten wir am Ende der Woche wieder die Ziegen. Dort weckte ein Balkenmäher das Interesse der Kinder. Sie fragten Herrn Eipper, den Besitzer des Mähers und der Ziegen, was das große Gerät sei. Geduldig und mit viel praktischer Darstellung zeigte Herr Eipper den Kindern, zu was ein solch großer Rasenmäher fähig ist. Die Kinder durften vorsichtig lange Pflanzenstängel hinein heben und langsam bewegte er die Scheren. Groß war das Erstaunen, wie einfach die Stängel durchgeschnitten wurden. Aber so langsam wäre das Rasenmähen ganz schön mühsam. In einigem Sicherheitsabstand konnten wir dann zuschauen, wie Herr Eipper den Motor anmachte und plötzlich bewegten sich die Scheren in einem Tempo, das den Kindern Ausrufe des Erstaunens entlockte. Vermutlich hätten sie sich noch gerne den restlichen Tag damit beschäftigt, aber der Kindergartentag hat eben doch irgendwann ein Ende...

Sommerfest in der Räuberhöhle (22.6.2012)

Die Pinselstriche kitzeln so an der Nase!

Nun ist er da: der Sommer, die heiße Jahreszeit, die Zeit zum Schwimmen gehen, die Zeit barfuß zu laufen und die Zeit, helle Abendstunden auf dem Balkon zu genießen. Aber vor allem auch die Zeit der süßen Früchte und des knackigen Gemüses. Was es da so alles zu ernten gibt, dazu haben sich die Räuberhöhlenkinder Gedanken gemacht, wobei auch mal ein Blick in die Vesperdosen half. In einem Tanzlied haben wir dann den Sommer begrüßt und uns für all seine leckeren Gaben bedankt. Mit Hilfe der Eltern entstand dann auch ein abwechslungsreiches Sommerbuffet, welches wir am 21. Juni, dem längsten Tag im Jahr, genießen konnten. An diesem Tag feierten wir gemeinsam mit den Eltern den Sommeranfang.

Bevor wir uns aber zum Vespern versammelten, konnten sich die Kinder noch schminken lassen. Es war gar nicht so einfach den Kopf ruhig zu halten, wenn die Pinselstriche an der Nase einen so sehr kitzelten.

Die Kinder führten ein Winter- und Sommertagtheaterstück vor, welches die kurzen Winter- und die langen Sommertage in Vergleich stellt: Im Winter brauchen wir morgens und abends einen Lichtschalter, erst als wir schon im Kindergarten sind und zu spielen anfangen, kriecht die Sonne hinter dem Hügel hervor, macht dann einen flachen Bogen und verschwindet schon wieder, lange bevor wir zu Bett gehen. Doch im Sommer ist es draußen schon hell bevor wir aufstehen und die Sonne steht schon bald hoch am Himmel. Unsere große Pappsonne am Stock wackelt hin und her, es ist gar nicht so einfach, den Stock so lange hochzuhalten. Doch auch die Sommersonne geht irgendwann unter. Doch das bekommen wir schon gar nicht mehr mit, denn lautes Schnarchen erfüllt die Luft – wir sind schon alle eingeschlafen.

Gewitter in der Räuberhöhle

Draußen prasselt der Regen, wir machen es uns gemütlich

Wir sind mal wieder unterwegs im Wald. Am Wegrand entdecken wir einen Marienkäfer, zwei Hasen kreuzen unseren Weg und ein Kind erkennt in einer inzwischen recht zugewucherten Lichtung einen unserer einstigen Vesperplätze wieder. Die Kinder genießen es sichtlich: sie schlendern gemütlich oder rennen, entdecken und unterhalten sich. Besonderheiten werden gleich den anderen gezeigt und so bildet sich immer wieder ein interessiertes Grüppchen um eine neue Entdeckung.

Auf unserem Weg zurück zur Räuberhöhle sind wir schon etwas müde und laufen gemächlich durch den grünen Wald. Plötzlich hören wir das erste sanfte Grummeln. War das Donner? Lange Zeit ist es wieder ruhig, dann wieder – ein deutliches Grollen erreicht uns und es wird sichtbar dunkler, ein Gewitter zieht auf, das erste Gewitter in der Räuberhöhle. „Ein Gewitter! Schnell, kommt!“ ruft ein Kind aufgeregt und rennt voraus, stoppt aber bald als es merkt dass die restliche Gruppe nicht ganz so schnell ist. Hin- und hergerissen zwischen Gruppe und schützendem Unterstand versucht es die anderen Kinder zu motivieren, schneller zu laufen. Doch die Gelassenheit der Gruppe beruhigt ihn bald und gemeinsam laufen wir zu unserer Hütte. Auf den letzten Metern spüren wir dann die ersten dicken Tropfen und schnell fängt es an zu regnen, wie wir es hier noch nie erlebt haben. Da beeilen sich auch die langsameren und eilen in die Hütte.

Dort machen wir es uns bei Kerzenschein gemütlich und schauen durch die großen Fenster fasziniert dem Wolkenbruch zu, denn so ein Naturspektakel erlebt man nicht jeden Tag.

Nach dem Abschlusskreis ist es wieder ruhig draußen – bis die Kinder zur Tür hinaustreten. Begeisterungsrufe erfüllen den Wald, denn der Regen hat riesige Pfützen hinterlassen, ein wahres Kinderparadies! Am Ende des Tages können Eltern sich über strahlende Kindergesichter freuen, welche über die doch etwas matschigeren Umstände hinwegtrösten dürften.

Aktuelles

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