Die Räuber nehmen ein Fußbad (26.11.14)

Genussmoment

Nun ist es eigentlich schon Tradition bei uns: wenn sich der Winter anbahnt und die Finger schon ab und zu in Handschuhe eingepackt werden, genießen wir ein wärmendes Fußbad in der beheizten Hütte. Ein Kanister mit warmem Wasser und mehrere gefüllte Thermoskannen stehen dann bereit für den Moment, wenn wir unsere Matschhosen und Schuhe ausziehen und die Leggins hochkrempeln. In eine große Wanne gießen wir dann das dampfende Wasser. Doch bevor wir unsere Füße hinein strecken wollen wir noch eine Runde um die Hütte laufen. Das kühle Laub streichelt unsere Füße. Einige Kinder rennen eine Runde, während andere ganz bewusst langsam laufen und die kühle Feuchtigkeit genießen, die frische Luft an den Beinen, die Vorfreude auf das dampfende Wasser. Drinnen setzen wir uns auf Bänke und spüren dem Kribbeln in den Füßen nach, als wir sie ins warme Nass tauchen. Kaum lässt das Kribbeln nach, stehen die ersten schon wieder auf um die nächste Runde draußen zu drehen. Die Abwechslung von kalt zu warm beeindruckt die Kinder so sehr, dass sie diese Empfindung immer und immer wieder suchen. Solch intensive Sinneswahrnehmungen vergisst man so schnell nicht mehr. Selbst wer sich anfangs noch skeptisch zeigte, war dann doch noch begeistert dabei. „Wann machen wir das wieder?“ ist die Frage, die nach dieser Aktion die Kinder beschäftigt. So schön wie's war, warum nicht schon bald...?

Viel los bei den Räubern (21.11.14)

Kinder wollen im Alltag mithelfen!

Was für eine Woche! Der Montag fing festlich mit dem Feiern zweier Geburtstagskinder an. Jeder suchte sein Geburtstagsversteck, in welches die Waldzwerge des Nachts einen Edelstein als Dankeschön für unseren umsichtigen Umgang mit der Natur hinein gelegt hatten. Dann zogen wir an einen anderen schönen Waldplatz wo wir vesperten und uns die mitgebrachten Muffins schmecken ließen. Anschließend besprachen sich einige Kinder in der Räuberrunde zu unserem anstehenden eigenen Theaterstück zum Buch „Die vier Lichter des Hirten Simon“ und erstellten eine Requisitenliste. Am Mittwoch dann trafen wir uns in Herrenberg auf einem Spielplatz. Dort feierten wir den dritten Geburtstag dieser Woche. Um zehn Uhr trafen wir uns mit dem Friedrich-Fröbel-Kindergarten in der VHS. Gemeinsam besuchten wir das Theater im Köfferchen mit der Vorstellung „Paulchen Bär findet das Glück“. Das liebevoll gestaltete Bühnenbild und die warmherzig gespielte Geschichte, wie Paulchen Bär den Wert einer Freundschaft entdeckt, zog auch uns Erwachsene in ihren Bann. Paulchen verabschiedete sich am Ende von den Kindern mit einem kitzeligen Nasenkuss. Am Donnerstag dann bereiteten wir das erste Mal ein gemeinsames Vesper für alle vor. Jeder brachte Obst oder Nüsse mit und dann kochten wir Milchreis und schnippelten fleißig eine große Schüssel leckeren Obstsalat zusammen. Dass wir dann alle unsere Sachen vor Ort abwuschen und trockneten war ebenfalls etwas Neues und am liebsten hätte wohl mal jeder die Hände ins warme Wasser gestreckt. Unsere drei ältesten Mädchen hatten auf jeden Fall große Freude dabei und das blitzblanke Geschirr stapelte sich bald neben ihnen.

Wunderlichter Zauberwald (11.11.14)

Perfektes Zusammenspiel von Dunkelheit und Licht

Es dämmert bereits, als wir uns am Waldrand beim Mönchberger Schützenhaus versammeln. Neben aktuellen und ehemaligen Räuberfamilien mit Verwandt- und Bekanntschaft sind auch die Waldmäuse, eine in der Räuberhöhle stattfindende Kleinkindgruppe, anwesend. Es ist an der Zeit, die Laternen anzuzünden. Zwei Füchse leuchten gelb und rot auf, ein Uhu öffnet seine glühenden Augen, ein Reh liegt gemütlich im bläulichen Mondschimmer und mehrere Mäuse huschen mal hier, mal dorthin. Und dazwischen die Erinnerung an vergangene Laternenfeste mit leuchtenden Blätterballons und anderen vom Dachboden hervorgeholten Kunstwerken. In der Mitte unseres leuchtenden Kreises hält St. Martin sein Ross beim armen Bettler an, während singend die Geschichte erzählt wird. Jetzt ist es schon richtig dunkel und wir machen uns auf den Weg in den finsteren Wald. Hier kommen unsere Laternen erst so richtig zur Geltung. Dunkelheit und Licht, so gegensätzlich sie sind, hier vereinen sie sich zu dem Stoff, aus dem Wunder und Märchen entstehen. Singend versammeln wir uns dort, wo der Blick ins Tal freigegeben wird und ziehen dann weiter zur Räuberhöhle. Schon von Weitem schimmert Licht durch die Bäume und dann steht man plötzlich mittendrin im wunderlichten Zauberwald. Um einen herum schimmern und flackern kleine Lichtlein und dort prasselt ein herrliches Feuer. Wir hängen unsere Laternen auf eine lange Leine, versammeln uns ums Feuer und singen das beruhigende, stimmungsvolle Lied „Der Mond ist aufgegangen“. Dann eröffnet das Buffet und der Abend klingt mit Gebäck und Punsch am Lagerfeuer aus.

Kochtag in der Räuberhöhle (07.11.14)

Mit Vorfreude an der Arbeit

Immer mal wieder gibt es in der Räuberhöhle Kochtage, an denen ein gemeinsames Essen über offenem Feuer zubereitet wird. Solche Tage sind immer etwas ganz besonderes für die Kinder. Diesmal waren es Dampfnudeln, auf die sich alle freuten. Noch vor dem Morgenkreis kneteten wir den Hefeteig und überlegten dann gemeinsam was es heißt, wenn ein Teig gehen muss. Später dann meldeten sich schon die Feuer-Experten und boten ihre Hilfe an. Auch die Jüngsten wissen bereits bescheid, dass zum Anzünden erstmal dünnes Reisig benötigt wird. Darauf legten wir ein paar Spächtele. Ein dreijähriger Junge zündete ein langes Streichholz an. Er weiß, wie es zu halten ist und dass er es von sich weg ratschen muss, damit die Flamme nicht an seine Kleider gerät. Vorsichtig schob er das Streichholz unters Reisig. Alle knieten gespannt um die Feuerschale und schauten dem kleinen Flämmchen zu, wie es langsam wuchs und wir hörten wie das Holz knackt. Ein Kind nahm ein Sitzkissen und fächelte dem Feuer Luft zu. Die Flamme breitete sich aus und bald konnten wir Holz nachlegen. Dabei gingen die Kinder sehr vorsichtig vor. Beim Umgang mit dem Feuer entwickeln sie Respekt vor den züngelnden Flammen und wissen, dass nicht nur der sichtbare Teil heiß ist. Dann formten wir die Dampfnudeln und legten sie in mit Milch bedeckte Töpfe. Einer der Töpfe war zwar ein bisschen groß und wir mussten später in einen kleineren Topf umschichten, aber die Dampfnudeln sind allesamt lecker geworden. Guten Appetit!

Feinmotorisches Gestalten (31.10.14)

Eine Federfamilie entsteht

Diese Woche verbrachten die zwei Schüler Tamara und Tobias ein Sozialpraktikum bei uns in der Räuberhöhle. Die Kinder waren begeistert von den beiden. Gemeinsam bauten sie Lager, tobten ausgelassen im Laub, schaukelten hoch in die Lüfte, so dass sie „bis nach China“ fliegen, wie ein vierjähriger Junge meinte. Die Kinder und wir Erzieher sind sehr dankbar für ihr engagiertes Einbringen in den pädagogischen Alltag. Viel Spaß hatten wir auch alle zusammen am Basteltisch. Was zunächst mit einem Kind anfing wirkte wie ein Magnet auf den Rest der Gruppe und bald saßen wir alle zusammen: Die einen fädelten Perlen zu Ketten und Armbänder auf Pfeifenputzer oder bunte Schnüre. Da die meisten Perlen sehr klein waren forderte diese Aufgabe einen sauberen Pinzettengriff, genaues Hinschauen, Konzentration und eine sorgfältige Auge-Hand-Koordination. Andere Kinder bastelten kreative Kunstwerke aus Federn, Eisstielen, Gummis und was sonst noch alles im Bastelkoffer war. Ein Mädchen steckte vorsichtig Feder um Feder in eine große Holzperle. Als keine Federn mehr hineinpassten zog sie alle wieder raus und erweiterte das Loch mit einem Handbohrer. So passten mehr Federn hinein und bald war ihr Wuschelkopf fertig. Noch ein Gesicht draufgemalt und „Paula“ posierte fürs Familienfoto mit den anderen gebastelten Figuren. Eine andere Aktivität übte eine ähnliche Versammlungswirkung auf die Gruppe: die Kinder holten sich eine Hand voll Lehm aus der Sandgrube, vermatschen sie ein wenig mit Wasser und formten Figuren daraus. Hinein steckten sie Kiefernadeln, Stöckchen, Knospen u.a. Es entsanden Dampfer, Igel, Pieksemonster und andere lustige Gestalten.

Ein Korb voller Kastanien (24.10.14)

Verbundenheit

Ich knie mit ein paar Kindern vor unserem Naturkalender, auf dem ein großer rotbrauner Fuchs abgebildet ist. Ein Junge vergleicht die Farbe des Fells mit dem von Loki, unserem Räuberhöhlen-Handpuppen-Fuchs. Ich erzähle von einem morgendlichen Waldspaziergang, bei dem ich einem Fuchs begegnet bin. Die Kinder lauschen gespannt und erzählen dann, was sie schon über Füchse wissen: sie jagen Mäuse, Kaninchen oder Hühner und sie schlafen tagsüber in einem Bau unter der Erde. „Komm wir spielen Fuchs“ schlägt ein Kind vor, geht auf alle Viere und krabbelt los. „Ich bin Babyfuchs“ ruft es. „Und ich bin Papafuchs“. Als sich kein weiterer meldet verwandel ich mich in Mamafuchs und bring Babyfuchs das Mäusejagen bei. Dann bauen wir uns einen Fuchsbau. Da das mit dem Loch unter der Erde buddeln etwas schwer geht entschließen sich die Kinder, ein Lager aus Stöcken zu bauen. Als wir damit fertig sind, hole ich einen Korb voller Kastanien, Draht und Handbohrer und schlage vor, eine schöne Kastanienkette zur Zierde des Lagers zu basteln. Und schon sind alle begeistert dabei: wir bohren Löcher und fädeln auf, die Kastanienkette wird länger und länger. „Wie ein Zug“ meint ein dreijähriges Kind und alle stimmen zu. „Sooooo lang und mit so vielen Waggons!“. Als wir fertig sind haben wir eine große Kette, die ganz schön schwer ist. Die passt sogar über zwei Köpfe. Mit den Kastanien lässt sich nicht nur basteln, die älteren Kinder legen damit auch motiviert immer neue Rechenaufgaben. Was gibt 3 Kastanien plus 5 Kastanien? Und wie können wir schnell erkennen, wieviele es sind? Die Kinder finden Muster, sie orientieren sich an einem Würfel. Und dann dann gibt es da noch die Freude, einfach mit beiden Händen in den Korb voller Kastanien zu fassen und darin herum zu wühlen.

Pfützenfreuden (17.10.14)

Ausdruck von Lebensfreude

Endlich! Regen, Pfützen, Matschewetter! Welch eine Freude für Kinderherzen, durch das spritzige Nass zu springen. Strahlende, lachende und jauchzende Kinder tanzen und springen durch die Räuberhöhle. Ein vierjähriger Junge breitet seine Arme aus und dreht sich freudig im Kreis. Die Gesichter der Kinder sind von Matschspritzern gezeichnet, ein Anblick von Freiheit und Lebensfreude. Bei diesem Wetter entdecken wir wieder aufs Neue die lebendigen Muster der Natur:  Der gleichmäßige Klang des Regens auf unser Tarp und die herbstlichen Blätterflecken darauf, die kleinen und großen ineinander laufenden Kreise auf der Wasseroberfläche des Tümpels oder das Zusammenspiel aus Wind und herabfallenden Tropfen vom Blätterdach, als die Wolken sich ausgeregnet haben. Die Kinder sammeln Wasser in Eimern und Töpfen. Jeder hat siene eigenen Ideen: ein Mädchen bereitet ein leckeres Mittagessen vor, drei Jungen rühren Lehm an, um damit ihr Haus zu bauen und zwei Freundinnen streichen ein Brett mit Matsch ein um darauf besser runter rutschen zu können. Es ist immer wieder schön mit dabei zu sein, wenn die Kinder die sich ständig wechselnden Gegebenheiten der Natur mit ihren fantasievollen und kreativen Ideen füllen. Es ist ein Wechselspiel zwischen Mensch und Natur, wie es heutzutage leider oftmals zu kurz kommt. Und das nicht nur bei Kindern, sondern auch bei uns Erwachsenen. Ich wünsche jedem Momente solcher Freiheit und Lebensfreude, wie ich sie bei den tanzenden Kindern in den Pfützen gesehen habe.

Räuber auf Pilzsuche (10.10.14)

Genaues Hinschauen und Beschreiben.

In den letzten Tagen beschäftigten wir uns immer wieder mit dem herbstlichen Thema „Pilze“. Im Morgenkreis sangen wir ein Pilzratelied, bei dem die Kinder immer ganz stolz lauthals den richtigen Namen vom Pilz in den Wald hineinriefen. In Pilzsachbüchern konnten sich die Kinder ein Bild von den Pilzen machen, die wir noch nicht im Wald gefunden hatten. Unüberriechbar war der nach Verwesung stinkende Tintenfischpilz mit seinen schleimig roten Tentakeln. Ebenfalls für die Kinder gut zu erkennen war der Schopftintling, der Fliegenpilz oder die Herbstrompete. Die Regeln im Umgang mit Pilzen wurden immer wieder ernsthaft besprochen, denn auch äußerst giftige Pilze wie den Knollenblätterpilz fanden wir auf einem Spaziergang. Ein Spiel unterwegs motivierte die Kinder, sich intensiver mit dem Pilzthema auseinander zu setzen.  Jeweils drei Kinder zogen ein Kärtchen. Da stand z.B. „Suche einen Pilz mit Röhren unterm Hut“ und ein passendes Bild dazu. Vorsichtig mit Stöcken schauten die Kinder unter den Hut. Eine Marone war ihr Fundstück. Oder „Suche einen Pilz, der Fraßspuren hat“. Die Kinder wussten auch gleich von wem: Schnecken besiedelten die Unterseite eines Steinpilzes. Besonders schwierig hatte es die Gruppe, die einen Pilz mit Ring am Stiel suchen sollte. Doch auch sie wurde fündig, ein Knollenblätterpilz. Wir versammelten uns alle, um diesen besonders giftigen Pilz kennen zu lernen und nochmal ganz klar die Regeln zu besprechen. Die Kinder waren auf diesem Pilzsuchspaziergang begeistert dabei und jedem noch so kleinen Pilz wurde Beachtung geschenkt. Wir untersuchten, verglichen, staunten. Zurück in der Räuberhöhle entdeckten die Kinder noch viele weitere Pilze, an denen sie nun vermehrt Interesse zeigten.

Ahoi, wir stechen in See! (03.10.14)

Wie gut das wohl schwimmt?

Ein Korb voller Rindenstücke steht in der Räuberhöhle für fleißige Bootchenbauer bereit. Wer möchte mitmachen? „Iiiiiiiiiich!!!“ rufen die Kinder im Chor und heben überdeutlich ihre Hand zum Zeichen. Wir packen also noch Bohrer und Sägen mit ein und nehmen alles mit an den nahe gelegenen Tümpel. Hier sind wir auch regelmäßig um beispielsweise die kleinen Frösche zu beobachten oder regenbogenfarbigen Libellen zuzuschauen. Manchmal schwimmen hier auch zwei Enten. Die älteren Kinder setzen sich zusammen und fangen schon selbständig an zu werkeln. Bohrer werden herumgereicht und wer eine gute Idee hat teilt sie mit den anderen. Mit den Jüngeren machen wir uns auf die Suche nach einem guten Mast: welcher passt ins gebohrte Loch? Brauchen wir einen dünneren Mast oder einen dickeren Bohrer? Die Kinder stellen Größenvergleiche an und wir finden einen passenden Stock. Jetzt noch große Blätter als Segel drauf gesteckt und dann ist es soweit, wir stechen in See! Vorsichtig kniet sich ein Junge ans Ufer und setzt das Boot aufs Wasser. Er freut sich sehr, als das Boot ruhig auf dem Wasser treibt. Es schwimmt ein Stückchen und bleibt dann an einem Stöckchen hängen. Die Kinder suchen sich lange Äste um das Boot weiter hinaus zu treiben. Ein anderes Boot schwimmt schon unerreichbar mitten im Tümpel. Die Schiffsbauer sind stolz auf ihr Werk und dass die Boote so toll schwimmen freut uns :)

Sinnliches Filzen unterm Blätterdach (26.09.14)

Genuss mit Wasser und Seife

Ruhige und entspannende Momente gibt es viele in der Räuberhöhle. Die natürliche Umgebung mit ihren Freiräumen und Rückzugsmöglichkeiten trägt einen wichtigen Teil hierzu bei. Doch es gibt Tage, an welchen diese Ruhe in besonderem Maße zu spüren ist. Woran liegt das, frage ich mich dann oft. Am Wetter? An der Grundstimmung eines Großteils der Gruppe? An bestimmten Aktivitäten? Wahrscheinlich ist es eine Kombination aus allem und noch weiteren Faktoren. Dennoch, an diesem einen Tag schien eine Aktivität besonders ausgleichend auf uns zu wirken. Als wir beisammen um eine Schüssel warmes Seifenwasser versammelt waren und unsere Hände bunte Schafswolle bearbeiteten, schien jeder zufrieden bei sich selbst anzukommen. Die Schafswolle wurde im warmen Wasser nass gemacht und anschließend die wohlriechende Seife so lange in den Händen gerieben, bis es schäumte. Dann wurde die Wolle mit den Seifenhänden bearbeitet. Die Kinder genossen diese Sinneserfahrung sehr und beschäftigten sich lange Zeit äußerst konzentriert und ausdauernd. Als wir dann leider aus zeitlichen Gründen zum Schluss kommen mussten, wuschen wir die entstandenen Filzgegenstände aus. Einige Kinder waren sehr zufrieden mit ihrem Ergebnis. Doch bei einigen zerfiel das gefilzte Gesamtkunstwerk wieder in seine Einzelheiten. Das war natürlich zunächst enttäuschend. Doch die Tätigkeit hat uns allen Spaß gemacht und so entschlossen wir uns, ein Buch zum Thema auszuleihen und beim nächsten mal neue Techniken auszuprobieren. Diese innere Motivation ist es, welche Kinder nach Lösungswegen suchen lässt. Wenn sich Enttäuschungen in den Willen wandeln, Lösungen für das Problem zu suchen, dann ist die Beste Grundlage für weiteres Lernen gegeben.

Kuchenbacken im Wald (08.09.14)

Freunde beim Zwetschgen entkernen

Morgens früh um halb acht in der Räuberhöhle. Das erste Mädchen ist bereits da und schaukelt zwischen den grünen Bäumen auf und ab. Dort auf der mit Seilen und einem Stück ausgedientem Feuerwehrschlauch installierten Schaukel ist ihr Lieblingsplatz für die Ankunftszeit. Ich rechne garnicht damit, dass sie mit mir runter zu den Streuobstwiesen läuft, um Zwetschgen zu sammeln (wofür wir uns selbstverständlich die Erlaubnis eingeholt haben). Ich frage sie dennoch und bin überrascht, als sie freudig von der Schaukel springt und sich mit mir auf den Weg macht. Unterwegs reden wir kaum. Der Wald strahlt eine Ruhe aus, die in diesem Moment keiner von uns durchbrechen möchte. Wir lauschen den Vögeln und schauen, ob wir die so lieblich zwitschernden Tierchen in den Baumwipfeln entdecken können. Unten angekommen pflücken wir die regennassen Zwetschgen in einen Korb. Bald schon hält ein Auto am Straßenrand und ein weiteres Mädchen gesellt sich zu uns. Später dann auf dem Weg zurück gesellt sich noch ein Mädchen hinzu und inzwischen sind wir ein munter plauderndes und lachendes Grüppchen. Oben angekommen versammeln wir uns dann zum Morgenkreis, in dem wir auch besprechen, was wir diesem Tag vorhaben: nämlich einen Zwetschgenkuchen backen. Dazu entzünden wir ein Feuer in unserer Feuerschale, denn wir brauchen später viel Glut für den Dutchoven, ein gusseiserner Topf, dessen Deckel mit Glut bedeckt werden kann. Als dann auch der Teig geknetet ist waschen und entkernen wir die Zwetschgen. Was übrig bleibt, wird so weggenascht. Der Kuchen ist inzwischen fertig im Dutchoven, zwei Kinder streuen noch Brösel drauf. Dann kommt alles auf die Glut und noch Glut auf den Deckel und dann warten wir. Im Abschlusskreis ist es dann soweit. Warm kommt der Kuchen auf die Teller. Mjam!

Neu in der Räuberhöhle (05.09.14)

Neue Kinder wollen dabei sein und mitmachen.

Neue Kinder können bei uns zu jeder Zeit im Jahr in die Räuberhöhle kommen. Zum neuen Kindergartenjahr starten wieder einige Eingewöhnungen. Für das jeweilige Kind gibt es hier jeden Tag so viel spannendes und interessantes zu entdecken und viele neue Beschäftigungen auszuprobieren. Manche stürzen sich gleich in Aktivitäten, andere beobachten erstmal ganz genau: zwei musizierende Kinder lenken die Aufmerksamkeit auf sich. Jedes hat einen Schlagzeugschläger in der Hand und schlägt damit auf einen großen, blauen Wasserkanister. Mit der anderen Hand spielt der Junge einen Schellenkranz und das Mädchen auf einer Mundharmonika. Beide lassen sich von ihrer eigenen Musik erfassen und bewegen sich begeistert dazu. Hinter der Hütte werkeln ein paar Kinder mit Säge, Nägel, Hammer und Taschenmesser. Hier hält so manches neue Kind das erste Mal eine Säge in der Hand. Eine Erzieherin ist natürlich immer dabei, um auf eine vorsichtige Handhabung zu achten. Als ein Junge fertig ist, seinen Stock zu schnitzen, holt er sich Wasserfarben. Andere setzen sich dazu und bemalen ihre Schnitzwerke. Ein neuer Junge setzt sich mit einem Stock dazu und beteiligt sich am Geschehen. Ein Besuchskind aus der Schule malt derweil an unserer Staffelei. Nach einigen erfolgreichen Eingewöhnungstagen verlassen wir dann auch mal das Gelände. Letzte Woche spazierten wir auf eine Streuobstwiese, auf welcher wir Zwetschgen pflücken durften. Direkt vom Baum schmeckt es doch immer noch am besten. Aber auch einen Zwetschgenkuchen wollen wir backen.

Zurück im Wald (25.08.14)

Ein Regenwurm wird genauestens untersucht

Wir sind zurück! Unsere dreiwöchige Sommerpause ist nun vorüber. Noch sind nicht alle Räuber aus dem Urlaub zurückgekehrt, aber ein kleins Grüppchen versammelte sich schon Montag wieder in der Räuberhöhle. Mit noch drei Besuchskindern war die Woche dann schon wieder einiges los. Da hieß es erstmal ankommen, beliebte Tätigkeiten wieder aufnehmen und Veränderungen im Wald entdecken. So z.B. die kleinen Frösche, welche ihr Kaulquappenleben eben hinter sich gebracht haben. Bei einigen erkannte man sogar noch einen Teil ihres Kaulquappenschwänzchens. Außerdem entdeckten wir die ersten Herbstblätter. Ein Junge zeigt uns seine kleinen Bäumchen, die er vor den Ferien eingepflanz hatte. Wir erkennen frische, lindgrüne Triebe. Eine neue große Hängematte lädt ein, die Welt aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Während ein Kind sich eine Umhängetasche näht, erorscht eine Gruppe die Pilze auf dem Gelände. Über einen Pilz freuen wir uns garnicht: der Tintenfischpilz mit seinen auffällig roten, schleimigen Tentakeln sondert einen Geruch nach Verwesung ab. Den entfernen wir lieber. Die verregnete Woche eröffnete mit Pfützen und Rinnsalen wieder viele Möglichkeiten, mit Wasser, Erde, Lehm und anderen Materialien zu experimentieren. Es ist schön zu sehen, wie schnell die Kinder wieder für sich erfüllende Tätigkeiten finden. Die Natur bietet so viele spannende Möglichkeiten! Die Freude ist den den Kindern anzusehen und das sagen sie auch lauthals als wir sie im Morgenkreis fragen, ob sie sich freuen, wieder im Wald zu sein: „Jaaaaaaaaaaaa!“

Bach- und Wiesenwoche (28.07. - 01.08.14)

Jetzt nur das Gleichgewicht bewahren!

Die Woche vor unserer dreiwöchigen Sommerpause steht traditionell unter dem Motto „Bach und Wiese“. Dieses Jahr entschieden wir uns für die Kayher Talwiese, an welcher der Fischbach entlang plätschert. Montag Morgen trafen wir uns auf dem Parkplatz beim Kayher Sportplatz. Von dort aus zogen wir mit unserem voll bepackten Bollerwagen los. Der Weg dort hin ist ziemlich lang, doch die Kinder trainieren im Kindergartenalltag ganz nebenbei ihre sportliche Kondition und so sind längere Strecken kein Problem. Das Ziel war auch Motivation genug, sich ein bisschen anzustrengen. Obwohl die Woche teilweise kühl, nebelig oder auch mal regnerisch war, hatten wir eine wunderschöne, spaßige Zeit! Die Kinder konnten gar nicht genug vom Bach kriegen und zum Glück hatte jeder eine Garnitur Wechselkleidung dabei, außerdem noch Badesachen und ein Handtuch. Als es einmal nachts durchgeregnet hatte, hat sich der Bach in einen kräftigen Strom verwandelt. Das war spannend! Mit Hilfe von Erziehern traute sich fast jeder mal in das rauschende Wasser, das aus dem großen Rohr strömte und es schwierig machte, auf den Beinen stehen zu bleiben. Die Stärke des Wassers beeindruckte die Kinder und ließ manche zunächst respektvoll am Ufer verweilen, ab und zu einen Zeh ins Wasser tauchend. Die Meisten trauten sich dann aber doch und anschließend packten wir uns in trockene Handtücher und zogen dann schnell wieder Pulli und Hose an. Wir haben viel erlebt in dieser Woche und es hat allen so sehr gefallen, dass wir vielleicht nach den Sommerferien nochmal dort hingehen. Der Weg lohnt sich!

Zwei Räuber werden Schulkinder (25.07.14)

Schultütenträger mit Stolz und Vorfreude

Jedem Ende wohnt ein neuer Anfang inne. Für zwei Räuber endet nun bald die Kindergartenzeit, denn ein neues Abenteuer erwartet sie: die Schulzeit. Am Freitag verbrachten wir den letzten Tag auf dem Gelände der Räuberhöhle, denn nächste Woche sind wir an der Kayher Talwiese. An diesem Freitag feierten wir das Fest der Vorschüler. Zum Abschlusskreis kamen Familienangehörige und es gab Brezeln, Muffins und Kuchen. Anschließend erhielten die Kinder ihre aus Hasel, Weide und rotem Hartriegel geflochtenen Schultüten, welche mit ihrm Namen und bunt Gefilztem dekoriert waren. Dann zogen sie durch den Gang aus grünen Buchenzweigen, welche der Rest der Gruppe für sie formten. „Geh den Weg den du gehst in Freude und Licht“ wünschten wir ihnen in einem Lied. Anschließend wurden die Abschiedsgeschenke und Portfolios überreicht. Jedes Kind erhielt eine Kleinigkeit, die es im Kindergarten gerne gemacht hatte. In dem einen fand sich ein Stickkartenset mit teilweise vorgemalten Motiven wie z.B. ein Igel oder eine Sternschnuppe. Dazu der goldene Lieblingsfaden, ein Nagel zum Löcher stechen und eine Nadel. In dem anderen waren Stoff, Nadel und Faden zum Nähen. Beim Betrachten der Fotos im Portfolio wurden abschließend Erinnerungen an die vergangene Kindergartenzeit in der Räuberhöhle erzählt.
Wir wünschen euch zwei alles, alles Gute und freuen uns, wenn ihr uns mal besuchen kommt :)

Wir flechten Schultüten (15.07.14)

Eine Schultüte entsteht

Die Sonne schaute bereits hinter den Baumwipfeln des Schönbuchs hervor, als ich morgens an einer der vielen Mönchberger Streuobstwiesen ankam. Das Gras war gemäht und von kühlem Tau überzogen, der im frühen Sonnenlicht nur so blitzte und blinkte. Mit solch schönen Sommertagen geht es nun in großen Schritten auf die Sommerferien zu. Dann ist es an der Zeit, die Schulkinder zu verabschieden. Ein Element des Übergangs vom Kindergarten- zum Schulkind ist natürlich die Schultüte. Dafür trafen wir uns an diesem Tag auf der Wiese. Gemeinsam mit Hilfe der Eltern gingen wir ans Werk. Zunächst sammelten wir Material: Jeweils sieben Staken vom Hasel und dann dessen dünne Zweige und frische Weidenruten. Anschließend kam der Schwierigste Teil: der Anfang des Flechtens. Denn bis eine Grundstabilität erreicht ist, wackelt alles noch hin und her. Aber bald war es soweit, die Schultüte nahm Form an und das Flechtwerk gewann an Stabilität. Die Kinder schnitten derweil ihre Namen aus Filz aus, der später auf die Schultüte geklebt werden soll. Außerdem können die Kinder sie mit Materialien aus der Natur, wie z.B. Zapfen oder Beeren, schmücken. Und wer möchte kann ja direkt an der Einschulung noch frische Blumen hineinstecken.

Auf der Wiese (03.07.14)

Kirschen naschen

Ab und zu zieht es uns Räuber aus der Geborgenheit des Waldes auf die große, weite Wiese hinaus. Dann packen wir morgens unseren Bollerwagen mit allem, was man für den Tag so braucht. „Was nehmen wir heute mit?“ lautet dann die Frage im Morgenkreis. „Den Wasserfarbenkoffer“ sind sich die Kinder einig. Also gut, Koffer rein, noch eine Frisbee eingesteckt, der Fußball soll auch mit, ein paar Lupengläser und noch eine Überraschung. Und dann verkündet Anna, eine Erzieherin, noch etwas, das ein Strahlen auf alle Gesichter zaubert: Für heute haben wir die Erlaubnis, an drei Bäumen Kirschen zu pflücken! Und schon geht’s los Richtung Kirschbaumwiese. Da wir alle Hunger haben und jeder an die leckeren, glänzend roten Früchte denken muss, gehen wir natürlich erstmal schnurstracks zu den Kirschbäumen. Und wie zu erwarten war, gibt es nun kein Halten mehr und in kürzester Zeit sind Gesichter und Hände rot vom Kirschsaft. Später packen wir die Überraschung aus. Ausgebreitet auf der Wiese liegt nun ein großes, rundes, buntes Tuch. Wenn wir alle eine Schlaufe am Rand halten, lassen sich viele lustige Spiele damit erfinden. Alle zusammen gelingt es uns, das Schwungtuch wie ein Zelt über uns zu breiten. „Alle blauen Jacken tauschen Plätze!“ und schon springen die blauen Räuber unter dem Tuch durch und suchen sich unter den Freudenrufen aller ganz schnell eine neue Schlaufe. Später wechseln einige Kinder zu gemütlicheren Aktivitäten. Ein Kind versinkt ganz in innerer Zufriedenheit, als es von einer nach Vanille duftenden Blüte über die Arme und Beine gestreichelt wird. Andere holen den Wasserfarbenkoffer heraus und lassen sich von der Umgebung inspirieren: Blumen, blauer Himmel, ein Kirschbaum...

Sommerfest der Räuberhöhle (29.06.14)

Gemütliche Runde ums Feuer

Am Sonntag den 29. Juni feierte die Räuberhöhle ihr Sommerfest, zu dem alle herzlich eingeladen waren. Das Wetter machte uns zunächst Sorgen und leider war das Pferd fürs Ponyreiten krank, aber als sich dann nach und nach das Gelände mit Besuchern füllte verschwanden auch die restlichen Sorgenfalten. Die Kinder kletterten vergnügt durch den Niedrigseilparcours, ließen sich am Schminktisch in Clowns, Piraten, Tiger, Prinzessinnen und andere Geschöpfe verwandeln, saßen konzentriert am Basteltisch und sägten Holunderperlen, welche sie an selbstgemachte Kordeln um ihren Hals hängten, spritzten Luftballons mit dem Feuerwehrschlauch ab oder saßen gemeinsam mit Mama, Papa und anderen Verwandten und Bekannten ums Feuer, buken Stockbrot und warteten darauf, dass ihre Wurst braun wurde. Als um 15 Uhr die Schatzsuche begann war der Platz auf einmal wie leergefegt, denn alle wollten dabei sein. An mehreren Stationen fanden sie je einen Teil der großen Karte, die am Ende zum Ziel führte. Die vielen schönen Gespräche, die sich im Laufe des Tages entwickelten, machten alle Mühen der Vorbereitung fürs Fest wieder wett und wir freuen uns, dass so viele ihren Weg zu uns gefunden haben.

Die Räuber backen Hollerküchle (17.06.14)

Kinder unterm Hollerbusch...

Nach einer sommerlichen Urlaubswoche versammeln sich die Räuber wieder im Schönbuch unterm grünen Blätterdach, durch das der blaue Himmel schimmert und die durchdringenden Sonnenstrahlen helle Flecken auf den Boden werfen. Auf einem Spaziergang entdecken wir einige Holunderbüsche, die noch Blüten tragen. So planen wir für den kommenden Tag, leckere Hollerküchlein auszubacken. Am nächsten Morgen ziehen wir mit Korb und Scheeren los und sammeln die noch wenigen in Blüte stehenden Dolden ein. Zurück in der Räuberhöhle richten wir den Teig her. Ein Junge schiebt an der Waage vorsichtig ein Gewicht hin und her, bis sie waagerecht ausgelotet ist. Das erfordert Geduld und am Ende auch noch ein wenig Hilfe. Doch dann geht es los: Mehl wiegen, Eier aufschlagen, Milch zugeben, Vanillezucker naschen und durchquirlen. Nun ist es an der Zeit, das Feuer anzufachen. Die Feuerschale steht schon bereit und mit dünnen Ästen ist auch schon bald eine kleine Flamme entfacht, die schnell größer wird. Sorfältig „füttern“ wir das Feuer. Im Abschlusskreis versammeln wir uns dann alle um die heiße Glut. Jedes Kind tunkt eine Holunderblüte in den Teig und legt sie dann in die Pfanne. Während die Hollerküchle vor sich hin brutzeln, wird noch eine Geschichte vorgelesen. Bald knuspert ein Jeder genüsslich die krosse Leckerei.

Die Feuerwehr besucht die Räuber (06.06.14)

Wasser marsch!

Es ist Freitagvormittag und wir sitzen gemeinsam um unseren großen Eichentisch beim Vesper. Einige Kinder sind schon fertig und packen ihre Dosen ein. Die Sonne über dem grün schimmernden Blätterdach verspricht uns sommerliche Temperaturen. Plötzlich schallt es laut durch den Wald „Tatü Tata“! Was ist los? Der Krankenwagen? Ist jemand verletzt? Oder die Feuerwehr? Brennt der Wald? Zumindest für einige war es eine Überraschung, doch unter den meisten hat es sich schon rumgesprochen: Der Vater und der Opa eines Räuberkindes, die bei der Kayher Feuerwehr arbeiten, kamen uns an diesem Tag mit einem Feuerwehrauto besuchen. Da packte auch der Rest der Kinder schnell ihre Sachen zusammen und wir gingen zusammen zum Parkplatz, wo auch schon der große, rote Wagen auf uns wartete. Jetzt konnten die Kinder Feuerwehrkommandant Alexander Hübner erzählen, was sie schon über Feuerwehreinsätze wussten. Wann kommt sie zur Hilfe? Denn keinesfalls nur wenn es brennt. Anschließend schauten wir, was so alles in einem Feuerwehrauto verstaut wird. Die Kinder folgten Herr Hübner interessiert und staunten über die vielen Schläuche und die große Pumpanlage. Dann zog der Kommandant seine Arbeitskleidung an und erklärte den Kindern das Atemgerät. Den Helm wollte auch mal jeder aufsetzen. Nun kam das Highlight des Tages: mit einem echten Feuerwehrschlauch Wasser in den Wald spritzen. Was ein Spaß! Mal mit feinem Sprühnebel und dann mit einem kräftigen Strahl. Das glitzerte so schön in der Sonne. Später erhielt noch jedes Kind ein Malheft mit Bildern zur Feuerwehr und zurück in der Räuberhöhle holten wir gleich die Buntstifte und färbten die Seiten mit rotgelben Flammen und blauen Martinshörnern ein.

Eine bunte Woche (28.05.14)

Forschende Blicke ins Schneckenterrarium

In der kurzen Drei-Tage-Woche war einiges los in der Räuberhöhle. Montags zündeten wir ein prasselndes Feuer in der Feuerschale an. Denn wenn wir im Wald kochen wollen, dann können wir nicht auf einen strombetriebenen Herd zurückgreifen – zum Glück nicht! Denn wer möchte schon dieses gemütliche, wärmende Flammenzüngeln gegen ein massives Küchengerät eintauschen? Während sich die einen um das Feuer kümmern, raspeln andere schon fleißig Zucchini, Karotten und Gurke, schneiden Zwiebellauch, schlagen Eier auf und schmecken den Joghurtdip ab. Später dann bruzzeln grüne Gemüseküchlein auf der gusseisernen Platte überm Feuer. Mjam, das schmeckt! Am Dienstag wanderten wir zu den Ziegen in Mönchberg. Die kleinen Zicklein sind jetzt schon ein halbes Jahr alt und wir staunten über ihre Kletterkünste und ihre waghalsigen Sprünge. Auf dem Rückweg kamen wir nur langsam voran, denn die Kinder haben die Freude am Schnecken sammeln entdeckt. „Schau mal, ich hab eine schwarze!“ kommt ein Kind strahlend auf mich zu und streckt mir ihre Hand entgegen. Und tatsächlich – neben zwei großen Weinbergschnecken, einigen Gartenbänderschnecken und einer spanischen Wegschnecke klebt eine pechschwarze Schnecke. Aber ist es nicht eher faszinierend, wie viele Schnecken auf eine Kinderhand passen? In der Räuberhöhle setzten wir die Schnecken in ein Terrarium und sammelten Grünzeug für sie. Etwas Zitronensaft am Glasende hinderte sie am davonkriechen. Durch die Scheibe beobachteten wir die wellenenförmige Fortbewegung des Schneckenfußes. Am Mittwoch besuchten uns dann die Schmetterlinge, eine Kleinkindgruppe. Das Terrarium weckte auch das Interesse der jüngeren Kinder. Ebenso die vielen Möglichkeiten zu klettern, schaukeln oder buddeln. Es gab viel zu entdecken und auszuprobieren.

Wie im Vogelnest (23.05.14)

Kunterbunter Fantasievogel

Die Morgensonne wirft ihr sanftes Licht auf ein kleines Fleckchen im Wald, das von schimmerndem Grün umringt ist. Der Massive Stamm einer großen Fichte formt zusammen mit seinen ausladenden Ästen ein kleines Tor, durch das wir auf diese kleine Lichtung gelangen. Es liegt schon eine Decke bereit und wir machen es uns gemütlich, legen uns hin oder lehnen uns aneinander. So geborgen fühlen wir uns wie in einem Vogelnest. Es wird ganz still. Wir lauschen den sanften Klängen um uns herum. Unsere Ohren nehmen die feinen Nuancen der dich im Wind bewegenden Blätter wahr, das Pfeifen und Zwitschern der vielen Vögel um uns herum. Eine Hummel summt vorbei. Wir lauschen. Dann stellen wir uns vor, wie uns Flügel wachsen, viele schimmernde Federn. Wir breiten sie aus und schwingen uns in die Lüfte, hoch über die Baumwipfel. Wie sieht er wohl aus, der Wald von oben? Was können wir alles sehen? Ein Bussard fliegt auf der Suche nach einer Maus vorbei. Mit seinen scharfen Augen sieht er auch von da oben noch gut was auf dem Boden geschieht. Wir setzen uns auf einen dicken Ast und schauen uns um. Welche Vögel sitzen noch mit unse im Baum? Hat hier auch jemand sein Nest gebaut? Bald ist es an der Zeit wieder zurück zu fliegen. Gemeinsam landen wir wieder auf der kleinen Lichtung und mit einem Zauberspruch verwandeln wir uns wieder zurück in Menschen. Dann erzählen wir uns von unserem Ausflug über die Baumwipfel. Später dann darf jeder seinen eigenen Fantasievogel basteln. Auch ein Baum und ein Vogelnest entsteht.

Die Räuber besuchen einen Imker (15.05.14)

Vorsichtiges Naschen an Honigwabe

Am Donnerstag trafen sich die Räuber in Pfäffingen am Rande der Felder. Als alle da waren fuhr auch schon Matthias Bolduan - „der Bienenmensch“ wie er sich selbst nennt – mit seinem Auto vor und wir folgten ihm in die Felder. Es war ein herrlicher Morgen. Die Sonne kam immer wieder hinter den Wolken hervor und das Zirpen der Grillen vereinte sich mit Vogelgezwitscher und dem sanften Rauschen des Windes im hohen Gras zu einer ungemein entspannenden Geräuschkulisse. Als wir bei den Bienen ankamen, brannte schon ein gemütliches Feuer auf dem Platz. Wir versammelten uns darum und dann konnten die Kinder erstmal ihr bisheriges Wissen über die Bienen kund tun. „Die können stechen.“, „Sie sammeln Nektar und Pollen.“, „In den Waben ist Honig.“ klingt es aus den vielen Kindermündern. Matthias ist überrascht, denn die meisten Kinder antworten, dass Bienen Honig sammeln. Dann stellt er uns seine Werkzeuge vor und erklärt, wozu man sie braucht. Er zündet den „Smoker“, die Rauchkanne an. Die Bienen wittern bei dem Geruch von Rauch Gefahr und gehen schnell zu ihren Honigwaben, um sich nochmal den Bauch vor dem Wegflug vollzuschlagen. So sind sie ruhiger, wenn man die Waben rausholt. Denn zum Wegflug kommt es nicht, der Rauch verschwindet ja gleich wieder. Im Verlauf des Tages untersuchen die Kinder eine Wabenzelle der Königin, können Drohnen beim Schlüpfen zuschauen, Waben mit Pollen und Honig auskauen und noch vieles mehr. Neugierig beobachten sie Matthias' Arbeit an den Bienen und spannend wird es auch als er zeigt, wie er einen Schwarm einfangen hat. Viele Fragen kommen auf und ausführlich geht er auf sie ein. Im Abschlusskreis betrachten wir ein Imker-Buch und die Kinder bringen ihr gesammeltes Wissen stolz mit ein. Auf dem Rückweg sammeln wir uns noch farbenfrohe Blumensträuße.

Wie leben die Bienen? (09.05.14)

Konzentrierte Blicke auf den Wiesensalbei

Die Frühlingsblütenpracht lockt schon längst die fleißigen Bienchen zum Pollen und Nektar sammeln. An trockenen Tagen summt und surrt es auf den Wiesen. Auch die Hummeln sind brummelnd unterwegs. Ja aber wo waren sie denn alle über den Winter? Und jetzt, sammeln sie Honig? Und was ist das für gelbes Zeug an ihren Beinen? Im Rahmen unseres Bienenprojekts begegnen uns Fragen, denen wir forschend nachgehen. Bei einem Ausflug auf eine Wiese begegnet uns eine ganz besondere Pflanze: der Wiesensalbei. Hier können die Kinder mal selbst Biene spielen. Jeder sucht sich einen kleinen Halm, das soll unser Bienenrüssel sein. Nun ist eine vorsichtige Handführung gefordert: Wenn wir jetzt zu einer Blüte des Salbeis summen und den Rüssel zum Nektar saugen in die Blüte stecken, dann passiert etwas. „Oh! Das ist lustig!“ ruft ein Kind überrascht. Durch einen Hebelmechanismus neigen sich vom oberen Teil der Blüte die Staubblätter mit dem Pollen hinab. Man kann den gelben Pollenstaub sehr gut auf dem schwarzen Staubblatt erkennen. „Jetzt ist das an meinem Finger.“. Wir schauen es genau an. Wenn wir jetzt eine Biene wären, was würden wir damit machen? Die Kinder wissen schon bescheid: „An die Beine kleben.“. Genau, so bekommt die Biene beim sammeln ihre gelben „Höschen“. Die Kinder experimentieren noch eine ganze Weile mit den Blüten des Wiesensalbeis. Selbst die Jüngsten sind fasziniert dabei und schauen ganz genau hin. Später im Abschlusskreis lauschen die Kinder gespannt der Geschichte der Kleinen Biene Sonnenstrahl, die uns mit ihren Abenteuern durch unser Bienenprojekt begleitet.

Wildkräutersalat für die Räuber (02.05.14)

Die gesammelten Wildkräuter werden gewaschen

Jetzt im Frühling sind die Wiesen übersät mit den gesundesten Wildkräutern. Überall wächst das so oft im Garten bekämpfte „Unkraut“ und nur wenige wissen über die wertvollen Inhaltsstoffe darin bescheid. Auf Spaziergängen wird eine Wiese meist nur in ihrer Gesamtheit wahrgenommen und die Blumenpracht darauf. Dass hier aber nicht nur das Auge, sondern auch der Gaumen sich erfreuen kann wenn man ein bisschen genauer hinschaut und sich informiert, das bleibt leider vielen verborgen. Am Montag Morgen trafen wir uns mit den Kindern auf einer Wiese. Im Morgenkreis konnten einige schon Pflanzen zeigen, die sie bereits kannten und von denen sie wussten, dass sie essbar sind. Da wurde z.B. das Gänseblümchen, die Knoblauchsrauke oder der Löwenzahn gezeigt. Anschließend teilten wir uns in Gruppen auf und jede Kleingruppe sammelte zwei bis drei unterschiedliche Wildkräuter. Am Ende hatten wir einen großen Korb voll Grünzeug beisammen: Giersch, Gundermann, Löwenzahnblätter und -blüten, Gänseblümchen, Sauerampfer, Spitz- und Breitwegerich und Knoblauchsrauke. Damit zogen wir dann in die Räuberhöhle, wo alles gründlich gewaschen und klein geschnitten wurde. Zusammen mit ein paar Blättern Kopfsalat kam alles in eine große Schüssel, dazu noch eine leckere Salatsauce. Zum Salat gab es noch frisches Brot. „Mein Lieblingssalat“ meinte ein Mädchen wiederholt und auch den anderen Kindern schmeckte es so sehr, dass die große Schüssel schon bald leer war. Gemeinsam beschlossen wir, bald wieder etwas mit Wildkräutern zu machen.

Ferienprogramm mit der Kindersportschule Herrenberg (25.04.14)

Zwei Kinder auf der beliebten Astschaukel

Im Wald spielen Kinder. Das ist nicht ungewöhnlich für einen Waldkindergarten. Dass eine ruhige und entspannte Atmosphäre herrscht, überrascht uns Erzieher von der Räuberhöhle normalerweise auch nicht. Aber die vier Tage nach Ostern waren wir doch verblüfft. Da stehen wir im Wald, die Sonne scheint, die Vögel zwitschern und es ist...überraschend ruhig. Sind gerade wirklich an die 50 Leute auf unserem Gelände, davon weitaus mehr Kinder als Erwachsene? Von Dienstag bis Freitag war die Kindersportschule (KiSS) bei uns zu Besuch, um ihr Ferienprogramm für die Vier- bis Achtjährigen durchzuführen. Die Kinder durchkletterten den aufgespannten Niedrigseilparkours, schaukelten auf der zweier-Astschaukel, buken Stockbrot, kletterten auf Bäume und an Hängen hinauf und hinunter und begaben sich sogar auf eine spannende Schatzsuche, auf der sie unterwegs verschiedene Aufgaben erledigen mussten. Dass diese Kooperation ein voller Erfolg war, ließ sich durchgehend an den vertieften Spielen der Kinder erkennen, die zufrieden im Hier und Jetzt lebten. Der Aufenthalt im Wald eignet sich auch hervorragend zur Bewegungsförderung. Wie kommt man z.B. einen steilen Hang hoch, wenn man in einer Hand einen langen Stock hebt? Man möchte ihn ja mitnehmen, vielleicht lässt sich daraus ein Bogen basteln. Die Motivation ist einfach da, man muss sie für das Kind nicht erst schaffen. Die natürliche Umgebung ist uns eine wertvolle Unterstützung. Die Reggio-Pädagogik drückte schon aus, dass der Raum als „3. Erzieher“ dient. So gab es viele Herausforderungen für die Sporterprobten KiSS-Kinder. Wir haben die vier Tage mit ihnen sehr genossen.

Osterfest in der Räuberhöhle (16.04.14)

Ein Mädchen freut sich über ihr gefundenes Nest

Am Mittwoch war es endlich soweit: Gemeinsam mit Eltern, Geschwistern, Verwandten und Bekannten trafen wir uns im Wald zum Ostervesper. Dank vieler Helfer wartete ein leckeres, buntes Buffet auf Klein und Groß. Das sonnige Wetter lud dazu ein, gemütlich beisammen zu sitzen und sich zu unterhalten. Später dann liefen wir zum Grafenberg. Dort führten die Kinder ein kleines Spiellied über den Osterhasen vor. Als der Hase dann am Ende eine Runde um uns herum gesprungen ist, war es soweit: die Osternestsuche begann. Die Kinder stürmten zum Hang hinüber, denn die Nestchen soll der Osterhase dort irgendwo versteckt haben. Und tatsächlich: schon auf dem Weg hinab rutschte man an dem ein oder anderen Nest vorbei. Jedes Räuberkind suchte sein selbst gebasteltes Nest, in dem ein gebackener Osterhase und das von den Kindern gefertigte Wollzapfenei lagen. Auch für alle Besuchskinder warteten kleine Häschen in ihren Verstecken.
Im Wald sucht es sich einfach am schönsten :) Zurück in der Räuberhöhle gab es dann noch die Reste vom Vesper, bevor der Kindergartentag dann langsam ausklang.

Ostervorbereitungen in der Räuberhöhle (11.04.14)

Hier ist Fingerspitzengefühl gefordert

Für unser Osterfest diese Woche gab es noch einiges vorzubereiten. Die meisten „Wollzapfeneier“ (bunte Schafwolle um einen Kiefernzapfen gewickelt) waren schon fertig, auch einige Osternestchen aus Rinde, Lehm, Moos, Stöckchen und Gras warteten schon darauf, vom Osterhasen versteckt zu werden. Für unser gemeinsames Ostervesper mit Familie und Freunden gestalteten wir noch bunte Ostereier mit Serviettentechnik. Dazu schnitten wir Ostermotive aus Servietten und pinselten diese vorsichtig mit einem Mehl-Wasser-Gemisch auf hart gekochte Eier, die wir zuvor teilweise mit Pflanzenfarbe gefärbt hatten. Auch im musikalischen Bereich ist die Osterstimmung eingezogen. In dem Spielleid „Bimmel Bammel Beier“ fragen wir bei den Mäuschen nach, wann denn nun endlich der Osterhase kommt und die Eier versteckt. Die Hoffnung auf ein sonniges Sucherlebnis im grünen Wald haben wir auf jeden Fall. Die Blätter der jungen Buchen haben sich schon aus ihren Knospen gedrängt, damit sie noch möglichst viel Sonnenlicht tanken können, bevor die älteren Generationen ihr grünes Dach über ihnen ausbreiten. Ostern, das Fest der Hoffnung, ist dieses Jahr eingebettet in ein hoffnungsfrohes, lebendiges Frühlingserwachen. Das Herz dafür zu öffnen macht uns frei für neue, wunderschöne Erfahrungen.

Die Räuber erforschen die Bücherei (04.04.14)

Gemütliche Vorlesezeit

Am Freitag trafen wir uns nicht wie gewohnt im Wald, sondern auf einem Spielplatz in Herrenberg. Dort konnten sich die Kinder noch austoben, bevor wir dann um neun Uhr zur Bücherei aufbrachen. Bis um zwölfe hatten wir die Räumlichkeiten mit all ihren spannenden, lustigen und wissensvermittelnden Büchern und Spielen für uns. Aber zuerst vesperten wir aus unseren mitgebrachten Brotboxen, bevor es dann eine Etage höher ging. Dort las uns eine Mitarbeiterin der Bücherei ein Bilderbuch passend zu Ostern vor. Die Kinder scharten sich um sie herum, machten es sich auf den vielen Kissen gemütlich und lauschten der Geschichte von den Weltraumosterhasen. Anschließend ging dann jeder auf eigene Erkundungstour. Gemeinsam wurden Spiele aufgebaut, zu denen die Kinder ihre eigenen Spielregeln erfanden, Bilderbücher wurden vorgelesen oder wir schauten gemeinsam Sachbücher zu unterschiedlichen Themen an. In einem Buch waren Tierausschnitte lebensgroß auf Faltblättern abgebildet. Staunend legte sich ein Mädchen neben einen Elefantenrüssel, der größer war als sie selbst. Jedes Kind durfte sich ein Buch aussuchen, welches es dann mit nach Hause nehmen konnte. Auf dem Rückweg gingen noch einige Kinder im Bioladen Gemüse für unser Vesper am Montag einkaufen. Als wir dann zurück am Spielplatz ankamen, war das Staunen groß: „Ach du meine Güte! So viele Blumen!“. Und tatsächlich, hatte der Löwenzahn am Morgen noch geschlafen, erstrahlte jetzt die Wiese in leuchtendem gelb. Da war das Klettergerüst schnell vergessen und die Kinder sammelten sich schöne Sträuße aus Löwenzahn und Gänseblümchen. Hie und da wurde noch etwas Grünzeug dazugesteckt.

Ein Bollerwagen für die Räuberhöhle (25.03.14)

Hab mein Wagen voll geladen...

Endlich ist er da: unser lang ersehnter Bollerwagen Marke ulfBo, den wir uns nun dank einer Spende der Star-Cooperation leisten konnten. Geländetauglich, leichtgängig, faltbar, stabil, mit Kufen für den Winter und mit Dach gegen Regen. Ein Schmuckstück, das uns ab sofort bei unseren Ausflügen in Wald und Wiese begleiten wird. Zweimal war er nun schon dabei. Voll bepackt mit Wechselkleidung, Wasserkanister, Erste-Hilfe-Pack, Mal- und Bastelmaterialien, ein bisschen Werkzeug, ein Seil und zuletzt noch die Rucksäcke der Kinder. Die Erzieher kamen nur äußerst selten dazu, den Wagen zu ziehen, denn die Kinder wechselten sich untereinander ab. Der Ausflug zum Grafenberg war wieder mit einer ausgiebigen Kletterpartie verknüpft. Die Kinder erweitern von Mal zu Mal ihr Repertoire an Kletterkünsten. Sie trauen sich mehr zu, ergreifen häufiger Eigeninitiative beim Klettern, überwinden Schwierigkeiten und strengen sich dabei auch richtig an. Sie erforschen die Fähigkeiten ihres Körpers und sind dann natürlich auch mächtig stolz, wenn sie dann ein Erfolgserlebnis haben. Die „alt eingesessenen“ Waldkinder übernehmen dabei gerne die Rolle des Helfers. Sie zeigen, wo man sich festhalten kann, motivieren und ziehen einen auch mal über schwierige Passagen hinweg weiter nach oben.
Und selbst nach so einem anstrengenden Ausflug ziehen wieder die Kinder den voll bepackten Bollerwagen zurück. Sollte einmal eines der jüngeren Kinder müde werden, kann dieses es sich nun einfach im Wagen gemütlich machen und wenn es kalt ist sind dafür auch Decken mit an Bord.

Wer macht unseren Kindergarten kaputt? (17.03.14)

Ein Detektiv auf Spurensuche.

Als wir am Montag in die Räuberhöhle kommen sind wir erschüttert. Warum sind die Seile der Hängematte durchgeschnitten? Auch die Hängematte selbst ist beschädigt. Und bald finden wir immer mehr Spuren von Vandalismus: ein kleiner Holztisch wurde angesägt, unsere Garderobe am Pinkelplatz und der Regenschutz für das Klopapier sind ebenfalls einer Säge zum Opfer gefallen, sowie eine Palette, Kleiderhaken und weitere Kleinteile. Die Räuberhöhle ist von Sägespuren durchzogen. Wir vermutet ältere Kinder oder Jugendliche, die zwischen Freitag den 14. um 14 Uhr bis Montag den 17. um 7:30 Uhr mit zumindest einer Säge im Kindergarten waren. Mit Lupen ausgerüstet gehen die kleinen Detektive an ihr Werk und immer wieder ruft ein Kind alle zusammen, weil es etwas entdeckt hat. Sie stellen Vermutungen an, wer es wohl gewesen sein könnte. Vielleicht andere Kinder? „Nein das hätten wir nicht geschafft.“ stellt ein fünfjähriges Mädchen mit Blick auf die durchgesägte Palette fest. „Vielleicht ältere Kinder?“. Wir wollen nicht einfach tatenlos hinnehmen, was hier passiert ist. Also rufen wir die Polizei. Diese hat auch gleich Zeit und so kommen uns schon bald zwei Polizisten besuchen. Die Kinder geben gerne einen Überblick über den entdeckten Schaden und führen die Polizisten übers Gelände. Als alle Informationen und Daten aufgenommen wurden und wir im Abschlusskreis sitzen spekulieren die Kinder weiter über die „Verbrecher“. „Die Polizei fängt die jetzt und dann kommen sie ins Gefängnis.“. Aber wie kann die Polizei sie finden? Woher weiß man wer es gemacht hat? Und kommt man für sowas wirklich schon ins Gefängnis? Die Kinder grübeln. Vielleicht findet man ja garkeinen...? Wir hoffen auf jeden Fall, dass in Zukunft nichts schlimmeres passiert.

Danke liebe Sonne! (14.03.14)

Die Seele baumeln lassen...

Was für eine wuuuunderschöne Woche da nun hinter uns liegt. Wir genossen in vollsten Zügen dieses herrliche Frühlingswetter. Auf Vorschlag der Kinder installierten wir endlich wieder unsere Hängematte zwischen zwei dicken Buchen. Dieses schwingende Plätzchen ist bei den Kinder äußerst beliebt. Auf dem Rücken liegend die Baumwipfel betrachten wie sie sich sanft im Wind wiegen, Vögel am strahlend blauen Himmel vorbei ziehen sehen, den Kondensstreifen eines fernen Flugzeuges verfolgen.....und das Glück ist perfekt, wenn ein anderes Kind so lieb ist und die Hängematte zum Schwingen bringt. Hier wechseln sich auch alle vorbildhaft ab, denn jeder will mal an der Reihe sein. Auch zu zweit wird hier geruht, gescherzt, gelacht. Und die Anschucker haben ebenfalls ihren Spaß, so dass es auch manchmal wild zur Sache geht, dann johlen die Kinder vor Freude auf. Wer es gerade weniger schunkelig mag, kann sich auch auf die Bücherdecke legen, Schuhe ausziehen und gemeinsam mit Freunden Bücher anschauen oder sie sich von einem Erwachsenen vorlesen lassen. Oder sich an den Mal- und Basteltisch setzen. Da wurden z.B. mit selbst angerührten Ölfarben Klangstäbe angemalt oder ein Farb- und Formenmemory auf Holzscheiben gepinselt. Die Sonne scheint uns bei all unseren Aktivitäten direkt ins Gemüt, als wolle sie sagen „Es ist alles gut, genießt jeden Moment den ich euch schenke.“ Danke liebe Sonne!

Die Räuber bei Schafen, Eseln und Ziegen (05.03.14)

Kind bürstet einen Esel.

Diese Woche unternahmen wir einen Ausflug nach Haslach zu den Tieren der Familie Gräther. Die Kinder durften die Schafe mit Heu füttern und die kleinen Lämmchen streicheln. Später wurden die beiden Esel Lotta und Balou rausgeholt und wer wollte, durfte helfen ihr Fell zu putzen. Da war es auch interessant zu sehen, wie viele unterschiedliche Bürsten es gab und Frau Gräther zuzuschauen, wie sie die Hufe auskratzte. Der Stall der Esel wurde dann ausgemistet und später fuhr sogar noch ein Traktor her, der gerade auch von den Jüngsten bestaunt wurde. Anschließend waren fast alle fleißig dabei zu helfen, den Parkplatz für den Traktor zu richten. Dazu wurde laub gerächt und in Schubkarren davontransportiert. Große Steine sammelten die Kinder in Eimern. Die Kinder waren bei allen Aufgaben hoch motiviert dabei. Die Freude und der Stolz, Verantwortung für solche Aufgaben übernehmen zu dürfen, strahlte den Kindern aus den Augen. Wir danken Familie Gräther, dass wir kommen durften und für das kindgerechte Erlebnis, das sie den kleinen Räubern ermöglichte.

Die Räuber feiern Fasching (27.02.14)

Schlachtbulle und Räuber beim Mönchberger Kinderfasching.

Eine Biene hält konzentriert den Pinsel fest, sie bückt sich etwas, setzt den Pinsel an und malt eine Blume auf die Wange einer Waldelfe. Nebendran steht ein Zebra und schaut zu. Hinter ihnen jagt ein Drache einen Piraten und einen Tiger in die Flucht. Es ist ein buntes Treiben im Wald, mit Spiel und Spaß und jeder Menge Farbe im Gesicht. Der eigentliche Faschingsumzug findet dann am nächsten Tag statt, gemeinsam mit dem Mönchberger Kindergarten und der Grundschule. Dorthin gehen wir alle als Räuber verkleidet. Den umzug begleiten einige Kayher Kelter, Hexen und Schlachtbullen. Die sehen zwar ganz schön gruselig aus, aber hinter jeder Maske steckt auch ein Mensch, wie die Kinder immer wieder sehen können. Außerdem kann man mit ihnen jede Menge Spaß haben beim Singen oder wenn sie die Erwachsenen mit Konfetti überschütten aber vor allem auch, weil sie einem beim Süßigkeiten sammeln helfen. Denn vom Straßenrand werfen Eltern allerlei Zuckerkram in die Menge und die Jüngsten der Kinder hätten kaum Chancen, würde ihnen nicht ein Erwachsener helfen -  oder eben eine Hexe, ein Kelter oder ein Schlachtbulle. Und so sieht man schon bald kleine Kinder, die voller Vertrauen an der Hand dieser gruseligen Faschingsgeschöpfe gehen.

Kehrt der Frühling ein? (14.02.14)

Beim Geburtstagsnest: was ist wohl drin?

Wo war denn nun eigentlich der Winter? Haben wir lange Zeit die Herrlichkeit eines Winterwunderwaldes vermisst, so freuen wir uns jetzt doch über die ersten wärmenden Sonnenstrahlen. Der letzte Winter hat uns mit seinem graukalten Schleier noch viel zu lange umhüllt. Nun erheitert uns der Frühling mit warmer Sonne und Vogelzwitschern schon im Februar die Gemüter. Ganz als ob er sich für das Vorjahr entschuldigen wolle. Das nehmen wir doch dankend an, packen unsere Wasserfarben und setzen uns in geselliger Runde an den großen Eichentisch. Bald erweitert sich die Runde um einen Drachenbastler und zwei Puzzle-Begeisterte. Nun sitzen wir fast alle zusammen. In der Sonne. Schön ist das :) Gerade auch der Wechsel von Sonne, Regen, Kälte und Wärme sensibilisiert die Wahrnehmung der Kinder. „Da, die Sonne kommt raus!“ ruft ein Kind strahlend. Auch andere fallen in Freudenrufe aus. Ein Kind beginnt, einen Schmetterling zu malen. Und als es am nächsten Tag wieder regnet ist das auch kein Problem. Denn schon längst ist der Spruch „Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung“ zur Selbstverständlichkeit geworden und wir feiern in ebenso gesellig-fröhlicher Runde den Geburtstag eines fünfjährigen Jungen.

Die Räuber nehmen ein Fußbad (07.02.14)

Ein einprägsames Sinneserlebnis

In der Räuberrunde haben die Kinder beim Durchschauen eines ihrer Portfolios ein Foto gefunden, auf welchem ein paar Kinder ein Fußbad nahmen. Das war nun schon über zwei Jahre her, aber die anwesenden Kinder erinnerten sich noch. Der Wunsch entstand, dieses eindrückliche Erlebnis zu wiederholen, auch die Kinder die nicht dabei waren zeigten volle Begeisterung. Wir hielten es also auf unserem Protokoll fest und leiteten die nötigen Schritte ein. Als der Tag gekommen war, lag die Vorfreude der Kinder in der kühlen Luft des Wintermorgens. Ein Elternteil brachte uns das warme Wasser vorbei und dann ging es für die erste Kleingruppe los. In der beheizten Hütte entledigten sich die Kinder ihrer Schuhe und Matschhosen und krempelten gegebenenfalls noch ihre Leggins hoch. Aber bevor es nun ins angenehm warme Nass ging, drehten wir noch eine kurze Runde um die Hütte. Natürlich nur wer wollte – und das waren alle. Das kühle Laub unter den nackten Füßen, die frische Luft an den Beinen, das ist eine Sinneswahrnehmung, die man eher selten erlebt. Und dann im Anschluss die Füße in das warme Wasser stecken, das war natürlich der Höhepunkt. Die Kinder genossen diesen Moment so sehr, dass sie die Abwechslung von kalt zu warm immer wieder suchten. Nach nur kurzer Zeit im Wasser drehten die ersten schon wieder ihre Runde um die Hütte um dann wieder das kribbelnde Gefühl von Wärme genießen zu können.

Die Räuber machen es sich gemütlich (24.01.14)

Gemütliches Schmusen in der Kuschelecke

Ein Kindergarten im Wald, der sich „Räuberhöhle“ nennt – da denkt man nicht gleich als erstes an Gemütlichkeit, vor allem nicht bei dem Wetter. Aber genau das ist ein wichtiges Element in unserem Alltag: Momente zu schaffen, in der man die Seele baumeln lassen kann, in der man sich auf auf sich selbst und die Gemeinschaft rückbesinnt und einfach nur genießt. So z.B. in der Kuschelecke, in der beim Hund spielen auch viel geschmust wird. Oder beim gemeinsamen Werken in der warmen Hütte mit Blick auf den kalten Schneeregen draußen. Auch als wir in Kleingruppen zusammen an einer Geburtstagskarte basteln und jeder einen schönen Beitrag verfasst. Beim Portfolio durchschauen entdeckten die Kinder ein Foto von vorletztem Winter, als wir nach einem kurzen Barfußlauf in der Hütte ein warmes Fußbad genommen hatten. In unserer wöchentlichen Räuberrunde kam der Vorschlag dies zu wiederholen sehr gut an. Viele haben so etwas noch nie erfahren. Der Wechsel vom unangenehm Kalten zum wohlig Warmen spricht Sinne und Emotionen stark an, so ein Erlebnis bleibt lange im Gedächtnis als eine gemeinschaftliche Erfahrung von Gemütlichkeit.

Partizipation von Kindern in der Räuberhöhle (17.01.14)

Räubergemeinschaft am großen Eichentisch

Morgens um viertel vor neun in der Räuberhöhle: Wir sitzen draußen im Morgenkreis, der Nebel verzieht sich langsam, die Luft ist frisch. Wollen wir heute draußen essen? Die Kinder sind dafür, denn draußen ist genug Platz um „PinkePanke“ am Tisch zu spielen. Wir legen also unsere Sitzkissen auf die Bänke um den großen Eichentisch. Nach dem Vesper gibt es einige Aufgaben, die erledigt werden müssen. Wer möchte sich beim Hütte putzen beteiligen, wer beim Holz stapeln, beim Feuerholzvorrat für nächste Woche vorbereiten oder beim Holzscheiben schleifen und einölen? Bald schon ist jeder in seine Aufgabe vertieft und es ist ein schönes Gefühl zu wissen, hier wird aktiv Verantwortung übernommen, wir können uns aufeinander verlassen. Später in der wöchentlichen Räuberrunde thematisiert ein Kind einen Streit um die Kissen in der Kuschelecke und schlägt auch gleich eine Lösung vor: wer daheim noch Kissen übrig hat, kann sie ja mitbringen. Ein anderes Kind schlägt vor, auch Kuscheltiere zu bringen. Wir überlegen: Gibt es dann weniger Streit? Gemeinsam entscheiden wir, Kuscheltiere bleiben daheim. Wir halten die Kissenidee als Bild auf einem Protokoll für eine spätere Reflektion fest. Ein weiteres Thema findet großen Anklang: als wir vorige Woche eine selbstgebaute Holzhütte am Grafenberg näher untersucht haben, entstand die Idee, etwas ähnliches in der Räuberhöhle zu bauen. Wir entschlossen uns, das nächste Woche in Angriff zu nehmen. Die Kinder haben auch gleich Ideen: Das Dach soll wasserdicht sein, sodass man auch einen kleinen Tisch mit Stühlen darin stehen lassen kann und der Abschlusskreis, den wir immer in zwei Gruppen machen, dort drinnen bei Regen stattfinden kann. Es ist schön gemeinsam zu planen, als Gemeinschaft Veränderungen in Angriff zu nehmen.

Zurück aus der Winterpause (10.01.14)

Freunde treffen wieder zusammen

Wir sind zurück und wünschen allen ein frohes neues Jahr 2014! In der ersten Woche nach den Ferien ging es vor allem darum, wieder in der Kindergartengemeinschaft und im Wald anzukommen. Bei bekannten und beliebten Spielen für die ganze Gruppe und Spaziergängen mit herausfordernden Kletteraktionen genossen wir unser Wiedersehen und die Rückkehr in die herrliche Natur des Schöbuchs. Erlebnisse aus der Ferienzeit wurden ausgetauscht und Bilder dazu gemalt. Wir stapelten Feuerholz, das uns gespendet wurde und schlugen das erste Kalenderblatt von unserem neuen Naturkalender auf, welches uns gleich ein paar Ideen für die kommenden Wochen lieferte. Alles in allem kann man nur sagen: Ein wunderschöner Start ins neue Jahr, wie wir es nur jedem anderen auch wünschen können!

Die Räuberhöhle macht Winterpause (20.12.13)

Teamwork mit Nagel und Hammer

Der letzte Tag in diesem Jahr war so wie man sich das gerne wünscht. Er hinterließ schöne Erinnerungen, mit denen man glücklich in die Ferien geht. Nach und nach versammelten wir uns in der Hütte zum gemeinsamen kreativen Werken. Angefangen hat es mit einem Kind, das eine Kastanien-Hagebutten-Kette für seine Mutter herstellen wollte. Ein anderes gesellte sich dazu und gegenseitig halfen sie sich, mit Hammer, Nagel, Handbohrer, Nadel und Faden zwei Ketten zu basteln. Bald schon kam noch ein Kind, sah die Schnüre und Nadeln und wollte Bildkarten sticken: einen Stern, einen Halbmond und eine Sternschnuppe. Zwei weitere Kinder gesellten sich mit Buntstiften und Papier dazu, während andere die Idee hatten, Zwere und Kürbisse zu filzen. Bald saßen wir gemütlich zusammen, jeder werkelte entspannt aber konzentriert vor sich hin und man plauderte gemeinsam über die anstehenden Weihnachtstage. Am Ende des Tages kamen dann die Eltern zum gemeinsamen Jahresabschluss vorbei. Es gab Spätzle mit Rehgulasch und Rotkohl, dazu Kinderpunsch und Glühwein. So endete ein ereignisreiches Jahr in der Räuberhöhle. Wir wünschen allen ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr! :)

Besuch bei den Mönchberger Ziegen (13.12.13)

Karten besticken: Konzentration und Feinmotorik

Immer mal wieder besuchen wir die Ziegen in Mönchberg. Der Weg dort hin ist etwas länger als unsere üblichen Ausflüge in die nähere Umgebung. Noch vor dem Essen müssen wir aufbrechen und unterwegs oder bei den Ziegen dann eine Vesperpause einlegen. Deshalb ist dies üblicherweise eher in der wärmeren Jahreszeit eines unserer Ausflugsziele. Das wunderbar sonnige Wetter erlaubte uns aber noch einen letzten Besuch dort in diesem Jahr, bevor dann die lange Kälteperiode eintritt. Auf dem Weg dorthin wurde viel gerannt, gesprungen, geklettert und die herrliche Aussicht auf Mönchberg und Herrenberg genossen. Für die Kinder war besonders der große Ziegenbock mit seinen kräftigen Hörnern und dem langen Bart faszinierend. Er wurde genau beobachtet: was er frisst, wohin er geht oder wie er sich mit Hilfe der Hörner kratzt. Nachdem die erste Neugier befriedigt war, setzten sich ein paar Kinder zusammen um Weihnachtskarten zu besticken, während andere die Weihnachtsgeschichte im  Bilderbuch betrachteten. Wer sich viel körperlich auspowern kann, dem fällt es dann auch leicht einfach mal ruhig dazusitzen und sich auf eine Sache zu konzentrieren.

Adventsstand der Räuberhöhle am 14. Dezember (06.12.2013)

Cookies im Glas - Balanceakt mit dem Löffel

Auch dieses Jahr sind wir wieder mit einem Adventsstand der Räuberhöhle in der Herrenberger Fußgängerzone. Eltern und Kinder waren in geselliger Runde fleißig am Basteln. Schaut doch mal am 14. Dezember bei uns vorbei, dann könnt ihr selbst schauen, was wir so alles anbieten :) Auf jeden Fall könnt ihr euch auf leckeres Gebäck und warme Getränke für groß und klein freuen. Die Kinder haben z.B. dafür gesorgt, dass man im Weihnachtsstress doch noch auf leichte Art zu leckeren selbstgebackenen Plätzchen kommt. Für die „Cookies im Glas“ haben die Kinder den Umgang mit der Waage und Messbehältern erprobt. Die feinmotorische Herausforderung war gerade für die Jüngeren groß, wenn man den Trichter gerade heben und gleichzeitig einen Löffel mit geriebenen Mandeln balancieren musste. Aber jeder wollte unbedingt mal mitmachen, dazu wurden selbst die allerliebsten Spiele unterbrochen. Nur schade, dass wir sie nicht alle in der Räuberhöhle backen und vernaschen konnten ;) Denn sie warten nun darauf, von euch am Adventsstand der Räuberhöhle gegen eine Spende eigetauscht zu werden.

Was machen die Räuber bei der Kälte? (29.11.2013)

Faszination Eis – Naturerleben hautnah!

Es gibt zwei Möglichkeiten, der Kälte des bald hereinbrechenden Winters zu begegnen: aktiv werden und sich durch Bewegung warm halten oder in der beheizten Hütte Schutz suchen. Schon im gemeinsamen Morgenkreis singen wir gemeinsam Bewegungslieder, bei denen auch die Kinder aussuchen können, mit welchen kleinen Übungen wir uns warm halten können. Das ganze bringt uns auch oft zum Lachen, wenn wir uns z.B. alle zusammen singend immer wieder auf den Boden legen um gleich wieder aufzustehen. Bis es dann Vesper gibt toben einige Kinder von sich aus schon durch den Wald, da kommt erst gar kein Kältegefühl auf. Wer Lust hat kann auch bei gemeinsamen Kreis-, Fange- oder sonstigen Spielen mit machen, bei denen uns warm bleibt. Oder man schaut sich gemütlich ein Buch in der Hütte an. Auch das Mithelfen beim Holzvorrat anlegen ist sehr beliebt. Eine Pädagogin hackt das Holz klein und gemeinsam mit den Kindern wird es dann in Körbe gesammelt, welche die Kinder in der Hütte nach Größe in die jeweiligen Kisten sortieren. Gevespert wird dann in der warmen Hütte. Anschließend gehen wir z.B. auf einen Spaziergang, angeln Eisschollen aus dem Teich, machen eine Schneeball- oder Schneepuderschlacht oder gehen an Hängen klettern. Oder wir bleiben auf dem Gelände und ein paar Kinder spielen in der Kuschelecke, während andere am Adventskalender basteln, malen, Bücher oder ihr Portfolio anschauen, kneten oder was sie sonst gerade tun wollen. Das war jedenfalls unser letztes Wochenprogramm, nächste Woche kann schon wieder ganz anders aussehen. Der Winter ist eine schöne Jahreszeit und wir genießen ihn und lassen uns nicht in Eiszapfen verwandeln! :)

Die Räuber treffen sich zur Kinderkonferenz (22.11.2013)

Wir putzen die Hütte für unsere erste Räuberrunde.

Es ist Freitag, das Wochenende steht bevor und wir richten unsere Hütte für die nächste Woche her. Der Holzvorrat für unseren Ofen wird aufgefüllt, die Tische und Bänke werden zusammen geklappt um den Boden zum fegen und wischen frei zu machen. Während der Großteil der Gruppe einen kleinen Spaziergang unternimmt, putzen ein paar Kinder mit einer Erzieherin die Hütte. Ganz besonders beliebt dabei ist der neue Besen aus Ginsterzweigen. Anschließend wischen wir noch durch. Als der Boden getrocknet ist, legen wir Matratzen aus der Kuschelecke für einen Sitzkreis aus. Decken und Kissen verschaffen Gemütlichkeit. Als alle vom Spaziergang zurück sind, pellen wir uns aus den nassen Klamotten und machen es uns in der Hütte gemütlich. Wir versammeln uns zu unserer ersten Kinderkonferenz, der „Räuberrunde“. Hier werden ab sofort Entscheidungen getroffen, die den Kindergartenalltag angehen – Welche Regeln müssen überdacht, geändert oder neu aufgestellt werden? Welche Aktivitäten finden die nächsten Wochen statt? Ausflüge werden gemeinsam geplant, Anliegen der Kinder aufgenommen und vieles mehr. Alles unter dem Motto „Gemeinsam Gemeinschaft gestalten“. Die Ergebnisse werden soweit möglich kindgerecht in Bildern festgehalten.

Laternenumzug in der Räuberhöhle (15.11.2013)

Erleuchtete Dunkelheit

Die letzte Woche werkelten wir noch fleißig an unseren Laternen weiter und übten Laternenlieder. Auf Spaziergängen trällerten wir fröhlich vor uns hin, immer und immer wieder, so dass wir am Ende der Woche einige Kilometer Laternenliederüben hinter uns hatten ;) Und dann nahte der Abend am Tag des Umzugs. Nach und nach kamen alle zusammen, immer mehr Laternen entzündeten sich am Mönchberger Schützenhaus. Der Himmel verdunkelte sich und wir versammelten uns in einem großen, warm leuchtenden Kreis und leiteten den Umzug gemeinsam singend ein. Anschließend begaben wir uns auf erdigen Pfaden in den dunklen Wald – dort erst zeigten sich die Laternen in ihrer ganzen märchenhaft verträumten Pracht. Warme Lichter schaukelten durch die Dunkelheit wie schwebende Wesen, die sich mal hier, mal dort hinter Zweigen verstecken und plötzlich wieder auftauchen. Immer wieder trafen wir uns zum gemeinsamen Singen und bestaunten das Lichtermeer unter uns, die vielen Straßenlaternen, erleuchtete Fenster und bewegte Scheinwerfer von Autos. Wir waren froh oben im Wald zu sein, weit weg von all dem künstlichen Licht, welches unseren Laternen die Schau stehlen würde. Als wir an der Räuberhöhle ankamen, erwartete uns ein kerzenbeleuchtetes Buffet, zu dem jeder einen leckeren Teil beigetragen hat. An einem Seil aufgehängt, leuchteten uns die Laternen noch einige Zeit. Wir genossen den geselligen Abend, bis es langsam für die Jüngsten Zeit war, ins Bett zu gehen.

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