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Nicht nur ein Spaziergang (8.7.16)

Und immer wieder ausprobieren: was schaffe ich?

Ein Spaziergang mit Kinder lässt sich meist nicht auf eine zurückzulegende Wegstrecke reduzieren, sondern definiert sich vielmehr über die vielfältigen Entdeckungen unterwegs und die körperliche Herausforderung bei Hindernissen. So auch wieder vergangenen Donnerstag, als wir zu den Mönchberger Ziegen aufbrachen. Das erste Mal für unsere jüngste Räuberin, die gleich schon den vollbeladenen Bollerwagen ziehen wollte. Doch der war bereits in anderen Händen und so war Geduld gefragt. Macht aber nichts, wenn man auf der Wiese gleich so eine tolle Pusteblume findet. Als der Wagen dann frei wurde, gab es kein Halten mehr: mit sichtlichem Körpereinsatz und jeder Menge Publikum, bewegte sie den Bollerwagen um einige Zentimeter. Doch der Untergrund und das Gewicht waren einfach zu viel. Da musste dann doch noch ein älterer Junge aushelfen. Der jüngste Räuber streifte auf der Wiese Brennnessel, woraufhin einige Tränen flossen. Doch ein Mädchen eilte gleich zu Hilfe, nahm ihn bei der Hand und beruhigte ihn durch Erzählungen und Gespräche. Beim Vesper hatten wir einen herrlichen Ausblick auf Wiesen und Wälder, über Herrenberg und noch viel weiter. „Auf der Autobahn ist Stau“ bemerkte ein Kind. Am Himmel beobachteten wir ein Greifvogelpaar, welches kunstvoll zusammen am Himmel zu tanzen schien. Auch die Flugzeuge erregten die Aufmerksamkeit der Kind. Wir beobachteten die Schmetterlinge und überlegten, wo da unten wohl Nanu, unser Räuberpferd, sein Zuhause hat, da wir es am darauffolgenden Tag besuchen wollten.
Auf dem zweiten Wegabschnitt entdeckten wir jede Menge Walderdbeeren an einem steilen Hang. Da die Jüngsten noch nicht hochklettern konnten, reichten die Größeren immer wieder Beeren für sie herunter, die wir dann waschen. Und schließlich entwickelten sich bei den Ziegen regelrecht Gespräche zwischen diesen und den Kindern, die immer wieder auf das „Böhhh“ dieser imitierend antworteten. Um viele Erfahrungen reicher, machten wir uns dann einige Zeit später auf den Heimweg.

 

Von der Kaulquappe zum Frosch (1.7.16)

Beobachtender Blick ins Lupenglas

Mit Becherlupen und Eimern ausgerüstet, ziehen wir durch den Wald in die Nähe eines angelegten Tümpels. Dort, in mit Wasser gefüllten, tiefen Spurrillen, tummelten sich Frösche in nahezu jedem Entwicklungsstadium. Wir besprechen zuvor den vorsichtigen Umgang mit den Tieren und dass jeder nur ein Tier in der Hand haben darf, um Verletzungen zu vermeiden. Dann gehen wir zu den Pfützen und halten Ausschau nach den Tieren: immer wieder flitzen die kleinen Kaulquappen hoch um Luft zu holen. An einigen entdecken wir schon den Ansatz von zwei kleinen Beinchen. Andere sehen schon mehr nach Frosch als nach Kaulquappe aus, nur noch ein kleines Stummelschwänzchen verrät vom früheren Leben vor der Verwandlung. Plötzlich springt etwas durchs Laub: tatsächlich sind auch schon einige Frösche aus dem Wasser raus und hüpfen zwischen unseren Füßen herum, so dass wir aufpassen müssen wo wir hin treten. In den mitgebrachten Gefäßen können selbst die Jüngsten in Ruhe die Tiere beobachten. Es braucht einiges an Geschicklichkeit, Konzentration und schnelle Reaktion um die flinken Tiere vorsichtig einzufangen. Erstaunlich, wie geübt sich hier einige Kinder schon zeigen. Den Kleineren helfen wir natürlich noch und beobachten gemeinsam die Tiere in der Pfütze oder im Lupenglas. Hier könnte man noch Stunden verbringen, ohne dass sich Langeweile breit macht. Doch irgendwann muss man auch wieder zurück zur Räuberhöhle um pünktlich zur Abholzeit auf dem Gelände zu sein. Schade eigentlich, man eist sich dann doch eher schwer los vom faszinierenden Wasserleben.

Barfuß im Wald (24.6.16)

Wasserspaß beim Kartoffeln waschen

Wie froh wir doch die vergangene Woche um das dichte, grüne Blätterdach waren! Im Wald waren wir mit einem herrlich angenehmen Sommerklima gesegnet. Endlich konnten wir uns mal wieder Schuhe und Socken ausziehen und die noch feuchte Erde unter unseren Füßen spüren. Wie leicht man sich plötzlich fühlt, die Luft an den Armen und Beinen wieder spürend. Dass nun auch die Mücken unterwegs sind, schien die wenigsten zu stören. Statt Sonnencreme waren die Meisten auch mit Antimücken-Mittel eingecremt. Erstaunlich gut wirkt hier auch natives Kokosöl.
Bei diesen Temperaturen bot es sich an, mal wieder mit Wasser und Seife zu filzen. Die Kinder genossen das Schaumspiel mit der weichen Wolle. Kleine Wasserspiele ergeben sich auch immer wieder im Alltag. Beispielsweise beim Kartoffelwaschen. In einer Wanne beschäftigten sich zwei Jungen ausgiebig mit den großen Knollen, ließen sie ins Wasser plumpsen und hatten einen Riesenspaß bei der Spritzerei.
Am Parkplatz entdeckte eine Mutter eine überfahrene Ringelnatter. Fasziniert schauten wir uns dieses Tier an und fühlten die glatte Schlangenhaut. Diese Entdeckung passte gut zum Schlangenlied, welches wir diese Woche im Morgenkreis sangen. Die Kinder erfuhren von einigen schlangentypischen Besonderheiten: dass Schlangen mit der Zunge riechen, dass sie Tiere an einem Stück verschlingen können, von Schlangen mit Giftzähnen oder von der Würgeschlange Ka aus „Das Dschungelbuch“. Tiere erwecken immer wieder die Aufmerksamkeit der Kinder: z.B. Erdkröten, Wasserschnecken, Raupen in allen Größen, Farben und Formen, Regenwürmer und jede Menge Mistkäfer. Ein besonders schöner, schneeweißer Falter gehörte mit zu den besonderen Entdeckungen der vergangenen Woche. Die Motivation zu entdecken und zu forschen ist auch bei unseren Ältesten, die bereits viel entdeckt haben, ausgeprägt wie eh und je. Der Wald bietet hier auch jede Menge Anreize und so bleibt es Tag für Tag spannend und interessant.

Sommerfest in der Räuberhöhle (18.6.16)

Der Räuberschatz ist weg – die Kinder versammeln sich ihn zu suchen.

Wow! Wer hätte das gedacht! Nach gefühltem wochenlangem Dauerregen schien uns vergangenen Samstag die Sonne und es blieb durchgehend trocken, als ob eine schützende Hand die Wolken davon abhielt, über uns hinwegzuziehen. Es wurde von Schauern in Herrenberg und Tübingen berichtet, doch in der Räuberhöhle im Schönbuch oberhalb Mönchbergs blieb alles mehr als trocken: es war ein wunderschöner sonniger Tag, der viele Gäste lockte, einen entspannten und bunten Tag mit uns im Wald zu verbringen. Immer wieder vernahm man Bemerkungen über das schöne Wetter und die besondere, entspannte Atmosphäre: ob in gemütlicher Runde beim Stockbrot backen am Lagerfeuer oder bei einem kleinen Abstecher an ein sonniges Plätzchen am Teich zum Bootle bauen. Bunt geschminkte Kinder sprangen fröhlich durch den Wald, ritten auf unserem Räuberhöhlenpferd Nanu, bastelten Grasköpfe, übten ihre Geschicklichkeit im Niedrigseilgarten oder bissen glücklich in ein Stück Schokokuchen. Spannend wurde es dann auch, als die Schatzsuche begann. Da hat doch tatsächlich jemand den Räuberschatz gestohlen, doch zum Glück war ein Loch im Schatzbeutel und so konnte man die Fährte der goldenen Steinchen durch den Wald folgen. So sammelten die Kinder Stück für Stück den Schatz wieder ein und zeigten ihn bei der Rückkehr stolz den Erwachsenen. Auch dieses Jahr lässt sich wieder sagen, was bereits für alle vergangenen Sommerfeste galt: es war das schönste Sommerfest, das wir jemals hatten! Wir sind sehr dankbar für das Wetter, für die vielen Besucher die ihren Weg zu uns fanden und für die engagierten Helfer, die dieses Fest erst ermöglichten.
DANKE!
Nun ist der Sommer feierlich eingeläutet und fühlt sich nun hoffentlich eingeladen, Sonne und warme Temperaturen zu bringen, damit die Regenzeit endlich ein Ende findet.

Sommerfest am Samstag, den 18. Juni (10.6.16)

Auch mit Tieren können sich Kinder in Verantwortung üben.

Am kommenden Samstag findet unser großes Sommerfest in der Räuberhöhle statt. Wir feiern unser Fünfjähriges Jubiläum und freuen uns auf viele Besucher, Klein und Groß, die mit uns gemeinsam eine schöne Zeit im Wald erleben wollen. Gerade für die Kinder haben wir wieder viele tolle Angebote vorbereitet: Nanu, unser Therapiepferd welches wir mit den Räubern regelmäßig besuchen, wird bei der Räuberhöhle bereit stehen um so manches Kind auf ihrem Rücken zu tragen. Eine Schatzsuche sorgt für Spannung und beim Kinderschminken verwandeln sich Kinder in ihre Lieblingshelden- und heldinnen. Noch einiges mehr gibt es am Samstag bei uns zu entdecken und natürlich gibt es auch viel leckeres Essen. Wir bitte alle Besucher, ihr eigenes Geschirr und Besteck mit zu nehmen.
Mit den Kindern haben wir auch schon einiges vorbereitet. Ein großer Wunsch der Kinder war es, dass das alte Feuerwehrauto wieder zu Besuch kommt, wie es auch die letzten Jahre war. Auf Nachfrage war diese leider schon auf einem anderen Fest ausgebucht, was wir alle sehr bedauerten. Da hätte man die Kinder auch schon so früh wie die Erwachsenen in die Planung mit einbeziehen sollen, dann hätte das mit der Feuerwehr vielleicht noch geklappt. Die Kinder so früh wie möglich mit ins Boot holen, sie an Entscheidungsprozessen teilhaben lassen, ihre Meinungen und Ideen erfragen und sie ermutigen Dinge zu hinterfragen und Kritik zu äußern– das verstehen wir unter der pädagogischen Herausforderung der Partizipation. Ein Prozess, der weiter ins Leben führt und immer wieder aufs neue spannend ist. Als pädagogisches Team machen wir uns hier wieder und wieder neu auf den Weg, denn in regelmäßigen Reflexionsrunden zeigen sich hier immer auch weiterführende Möglichkeiten, den Kindern mehr und mehr Lebensgestaltung selbst zuzumuten und ihnen den Freiraum zu geben, Verantwortungen eigenständig zu übernehmen.

Die Räubergruppe wächst und wächst (3.6.16)

Immer mehr Kinder versammeln sich am Buddelplatz

In den letzten Wochen und Monaten kamen regelmäßig neue Kinder zu uns. Auch derzeit gewöhnt sich wieder eines ein und die Gruppe wandelt sich und wächst. Es ist immer wieder spannend die Kinder dabei zu begleiten, wie sie sich ihren Weg in die Gruppe erobern, jeder auf seine ganz eigene Art und Weise. Wie schön ist es dann auch, wenn sich im Freispiel große Gruppen bilden, mit „alten Hasen“ und unseren Jüngsten, bunt gemischt und irgendwie findet jeder seinen Platz. Ein harmonisches Miteinander als Zeichen dafür, dass die Kinder als Gruppe zusammenwachsen. In unserer übersichtlichen Gruppe ist es uns Pädagogen auch ein großes Anliegen, das Wir-Gefühl unter den Räubern zu stärken und eine Basis zu schaffen auf der ein vertrauter Gruppenzusammenhalt entstehen kann. So fällt es neuen Kindern auch leichter sich aufgehoben und sicher zu fühlen um frei und ohne Ängste die Umgebung erkunden zu können und neue Kontakte zu knüpfen. Dann ziehen die Älteren die Kleinen im Bollerwagen, helfen ihnen beim Rucksacktragen, nehmen sie an der Hand oder geben kleine Impulse beim Spiel am Buddelplatz. Dann ist man einfach füreinander da als Räuber, hilft und unterstützt sich und hat gemeinsam Spaß.

Kuschelecke und Vorlesezeit (25.5.16)

Igelballmassage in der Kuschelecke

Eigentlich hatten wir uns schon an Frühling, Wärme und Sonnenschein gewöhnt. Als es letzte Woche dann doch nochmal aus Kübeln schüttete und die Temperaturen auch etwas frischer waren, veranstalteten wir nach einigen Aufwärmspielen im Morgenkreis zur Abwechslung mal wieder ein paar gemütliche Stunden in der geheizten Hütte. Während einige Kinder das nasse Wetter in vollen Zügen genossen und auch mal auf dem Bauch durch große Pfützen robbten, versammelten sich die Meisten zur beliebten Vorleserunde in der Hütte. Wir stellten die Bänke zu einem Halbkreis um, sodass jeder einen guten Blick auf die Bilder hatte. Dann wurde es ganz still und wir tauchten ab in Geschichten von Indianern, Zauberern und allerlei Abenteuer. Im Anschluss können die Kinder dann noch eigene Gedanken zur Geschichte äußern und von Erlebnissen aus ihrem Leben berichten, welche sie mit der Geschichte assoziieren. Nach einem ausgiebigen Vesper freuten sich einige Kinder dann sehr darüber, endlich mal wieder ausgiebig in der Kuschelecke zu spielen. Hier kann man sich z.B. als Löwe verkleiden, sich gegenseitig mit Bokoma oder Igelbällen massieren, unter Decken verstecken oder sich mit dem Stethoskop abhorchen. Am Tisch wurde gemalt und gebastelt und immer wieder wechselten einige von drinnen nach draußen, von draußen nach drinnen. Zwei Besuchermädchen waren besonders hart gesotten und schienen es regelrecht auszukosten, endlich mal im Regen und in Pfützen und Schlamm spielen zu dürfen, wie es ihnen gefällt. Unsere Erfahrung zeigt auch, dass fast alle Kinder Regenwetter keineswegs als störend empfinden, sondern dass die Spielmöglichkeiten im Nassen oft besonders Freude bringen.

Entdeckungen am Teich (13.5.16)

Die Kinder lieben den Aufenthalt am Teich.

Unser großer Naturkalender zeigt im Mai das Thema Schnecken. Die abgebildeten Zeichnungen laden zum genauer hinschauen ein. Im Morgenkreis betrachten wir das Kalenderblatt genauer. Darauf abgebildet sind Nacktschnecken, Bänderschnecken und Weinbergschnecken. Die Kinder entdecken auch einen Vogel, der ein Schneckenhaus aufknackt. Jedes Kind erhält ein kleines Schneckenhaus und kann anhand der Farbe des Gehäuserandes erkennen, um welche Bänderschnecke es sich handelt. Auf die Frage, ob wir heute Schnecken finden können, vermuten die Kinder, dass es zu trocken dafür ist. Mit der Aussicht auf Regen in den kommenden Tagen, behalten wir das Thema im Hinterkopf. Am nächsten Morgen, nachdem es nachts geregnet hatte,  bringt uns auch schon eine Mutter eine Schnecke mit, welche sie auf dem Weg zum Kindergarten gefunden hatte. Im Morgenkreis schauen wir sie uns gemeinsam an und entschließen uns dazu, einen Schneckenspaziergang zu machen. Am Teich entdecken wir dann auch eine große Weinbergschnecke. Auch Posthornschnecken angeln die Kinder aus dem Wasser und im Gras liegt ein unbewohntes Haus einer Bänderschnecke. Beim Angeln im Teich entdeckt ein neues Mädchen leuchtend grüne Algen. Mit etwas Geschick angelt sie sich einige davon raus. In den Händen fühlt sich das ganz glitschig und schleimig an und man kann es ein bisschen wie Knete formen. Ein dreijähriger Junge nimmt unser neuestes Kind an der Hand und zeigt ihm auf dem Schild die verschiedenen Tiere, die im Teich wohnen. Später in der Woche geht hier auch noch ein selbstgebautes U-Boot auf Tauchgang. Wir sind froh darüber, dass wir diese Entdeckungs- und Spielmöglichkeiten am Teich haben. Das Element Wasser mit seinen Tieren und Pflanzen bereichert unseren naturpädagogischen Alltag um viele wertvolle Erfahrungsmöglichkeiten.

Die Räuber feiern ein Frühlingsfest (29.4.16)

Als Hummel verkleidet fliegt ein Junge über die Waldbühne.

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Noch vor dem Morgenkreis putzen wir die Hütte gründlichst aus. Singend schwingt ein Junge den Besen in der Hütte, kehrt alles auf und bringt den Dreck nach draußen. Im Morgenkreis proben wir noch einmal das Theaterstück, nun sind auch endlich die Flügel der Hummel fertig. Nach einem kurzen Vesper beginnen wir, die Kinder entsprechend ihrer Theaterrolle zu schminken. Da gibt es Blumen, einen Vogel, zwei goldene Käfer, einen Schmetterling, eine Hummel, eine Buche und die Sonne. Jetzt noch schnell ein Feuer gemacht und dann treffen auch schon die ersten Eltern ein. Es füllen sich die bereitgestellten Tische mit einem vielfältigen Buffet aus lauter selbstgemachten Leckereien. Nun geht’s los: wir versammeln uns am großen Tisch und singen gemeinsam ein Frühlingslied. Die Schauspieler verstecken sich anschließend hinter einem Vorhang und ziehen ihre Kostüme an. Mit der großen Zuschauermenge kann einem da auch etwas mulmig werden. Als sich zwei Kinder nicht mehr trauen finden wir schnell Ersatz unter den älteren Geschwisterkindern, die zum Feiern mit dabei sind. Und so können wir dann doch die kleine Frühlingsgeschichte spielen. Da muss man schon ein bisschen Mut mitbringen um sich auf die Bühne zu wagen und einige zeigen sich auch etwas hektischer oder zurückhaltender. Doch die Überwindung wird am Ende mit Applaus belohnt. Die Kinder nehmen sich an den Händen und verbeugen sich. Geschafft! Nun geht es endlich ans Buffet und auf der Glut brutzeln auch schon die Würstchen. Am Tag zuvor graupelte es noch dicke Körner und nun sitzen wir bei angenehmen Temperaturen im lindgrünen Wald und auch die Sonne zeigt sich ab und an. Bei vielen schönen Gesprächen wächst man ein weiteres Stückchen zusammen und die Kinder haben sichtlich Freude daran, an diesem schönen Tag gemeinsam im Wald zu spielen.

Eine Woche bei Räubers (22.4.16)

Ahoi, wir stechen in See!

MONTAG: Große Pfützen laden die Kinder zu Wasserspielen ein. Sie buddeln Gräben für Bachläufe, erschaffen einen Wasserfall in die Sandgrube hinunter und genießen das meditative Gestalten mit dem nun weichen Lehm. Hinter der Hütte steht der Werkzeugkoffer. Ein dreijähriger Junge baut sich mit Nägeln und Brettern ein Flugzeug. Andere Kinder bohren Löcher in einen Baumstumpf, feilen und sägen Holz oder üben sich darin, Nägel in ein Brett zu hämmern.
Später basteln wir Kostüme für unser Frühlingsspiel, welches wir im Morgenkreis üben.
DIENSTAG: Die Umwelt möglichst ganzheitlich mit allen Sinnen zu erfahren, ist ein grundlegendes Ziel zeitgemäßer Pädagogik. Dazu gehört auch der Geschmackssinn. Lebensfroh springen die Kinder zwischen jungen Buchen herum. Später stecken sie sich deren gewaschene Blätter in den Mund. Ein bisschen wie Sauerampfer schmeckt das.
MITTWOCH: Ein Kind bringt ein in Schiffsform zugeschnittene Styroporplatten mit. Wir nähen ein Segel, welches wir mit einem Mast auf dem Schiff befestigen. Mit unseren Besuchern, dem Friedrich-Fröbel-Kindergarten, gehen wir zum Teich und lassen das Schiff zu Wasser. Die Kinder springen um den Teich und versuchen immer wieder, das Schiff von einem Ufer zum anderen zu bewegen.
DONNERSTAG: Gemeinsam pflanzen wir jede Menge kleiner Tomatenpflänzchen ein, so dass die Kinder am Ende des Tages mehrere Töpfchen mit nach Hause nehmen können. Und weil das Wetter so schön ist, freuen sich einige Räuber darüber, endlich barfuß durch den Wald springen zu können.
FREITAG: Wir feiern den Geburtstag einer Erzieherin. Gemeinsam kochen wir ihr Wunschessen  Spaghetti mit Tomatensauce. Dazu werden gleich die Kräuter aus ihrem Geburtstags-Garten-Strauß mit verarbeitet. Unsere beiden neuesten Kinder erledigen anschließend den Abwasch.

 

Tierische Ausflüge (15.4.16)

Gemeinsam unterwegs

Die Kinder hatten sich in der Sonnenrunde, unserer Kinderkonferenz, dafür entschieden, dass wir einen Ausflug zu den Ziegen oberhalb Mönchbergs unternehmen. Der neueste Räuberjunge, ein guter Freund unseres letzte Woche eingewöhnten Kindes, ist schon mutig genug, diesen Ausflug ohne seine Mutter zu machen. Unser Weg führt uns auf einem Grasstreifen am Sportplatz vorbei. Wir entdecken wunderschöne Blumen und die Kinder pflücken Sträuße oder pusten die weißen Samen des Huflattich in den Wind. Sie rennen und rutschen Erdhänge hinab, rascheln durch Blätter und klettern über Baumstämme. Sie rennen den Weg hinunter  und klettern steile Böschungen empor. Sie entdecken Schnecken und sammeln leere Häuschen ein. Der Weg ist ein Abenteuer und dann sind wir auch schon da. Ein Überraschungsgast ist im Ziegengehege: ein kleines Lämmlein mäht uns an. Eine weitere Ziege hat Nachwuchs bekommen. Inzwischen tummeln sich viele Jungtiere  auf dem Gelände. Wir können der Mutter beim Säugen ihrer Kleinen zuschauen. Einen weiteren tierischen Ausflug unternahmen wir am Freitag. Nach der Winterpause waren wir endliche wieder bei Nanu, dem Therapiepferd unserer Kollegin. Ein Ausflug in die Felder ermöglichte es jedem Kind, sich auf Nanus starkem Rücken ein Stück durch den wolkenverhangenen Vormittag tragen zu lassen. Auf einer Wiese entdeckten wir viele Löwenzahnblüten. Wir malten uns die Hände gelb an oder sprenkelten sie mit weißen Punkten der Löwenzahnmilch. Wir untersuchten noch junge Knospen und freuten uns über die strahlend frische Farbe die hervorspickte, wenn man sie langsam öffnete. In fast jeder Blüte entdeckten wir kleine, schwarz glänzende Käfer, die hier wohl ihr Zuhause haben.

Hallo lieber Frühling (8.4.16)

Buschwindröschen, Frühlingslieder, zarte Glockenklänge

Am Montag hießen wir einen neuen Räuber bei uns willkommen. Passend zum Frühling sammelten wir ihm einen Blumenstrauß aus Huflattich und Buschwindröschen. Morgens hatten die Blumen ihre Blüten noch geschlossen, doch im Verlauf des Tages konnten wir beobachten, wie sie sich langsam öffneten und im Abschlusskreis als leuchtender Farbklecks unseren Vespertisch schmückten. In den anstehenden Wochen werden einige Eingewöhnungen im Wald stattfinden. Wir freuen uns darauf, mit der wachsenden Kindergartengruppe Tag für Tag den Frühling neu zu entdecken. Vergangenen Dienstag bastelten die Kinder Frühlingsbimmler aus Stöcken, buntem Bast und kleinen Glöckchen. Im Sonnenschein zogen wir los zum Grafenberg, auf den Spuren des Frühlings. Wir entdeckten die ersten zarten Blätter an Büschen und frisches Grün am Boden. Vereinzelte weißblühende Flecken von Buschwindröschen zogen uns besonders in ihren Bann und wir trafen uns dort und sangen Frühlingslieder von Gitarrenklängen begleitet. Die Kinder sammelten auf dem Rückweg Blumensträuße, welche wir ins Wasser stellten. Am Kochtag gestaltete die Tischdeckgruppe einen ganz besonders schönen Tischschmuck: ein schwimmendes Mandala aus frischem Grün und in kräftiges Lila getauchte Blüten des Immergrün. Auch das Essen selbst konnte mit frischen Kräutern bereichert werden. Morgens früh hatten wir auf einer Wiese Spitzwegerich und Löwenzahn gesammelt und in einem feuchten Tuch zum Kochen aufbewahrt. Der Frühling bringt so viele neue Möglichkeiten mit sich: ausgedehnte Wiesentage, Kitzeln mit Blüten, Insekten und Kaulquappen beobachten und bald das Kirschblütenmeer bestaunen, an Blumen und Blüten schnuppern, Barfuß laufen, endlich wieder Nanu, unser Therapiepferd, besuchen und vieles vieles mehr...

Ferienprogramm mit der Kindersportschule (1.4.16)

Ausruhen beim Stockbrot backen

Über die Osterferien war in der Räuberhöhle volles Programm. Die Kindersportschule aus Herrenberg kam nun bereits das dritte Jahr hierher, um mit uns gemeinsam ein Ferienprogramm für die KiSS- und Räuberkinder zu veranstalten. Neben Spielen und Ausflügen gab es jede Menge zu entdecken und auszuprobieren. Ein ganz besonderes Spektakel beobachteten wir am Tümpel in der Sandgrube: Einige Kinder entdeckten im Wasser einen Frosch, der sich auf einem Feuersalamander festklammerte. Diese Entdeckung sprach sich schnell herum und bald versammelten sich am Ufer weitere Kinder und Erwachsene. Wir überlegten, was den Frosch dazu veranlasste. Verteidigte er vielleicht seinen Froschlaich, den wir am Ufer entdeckt hatten? Oder waren die beiden ein artenübergreifendes Liebespaar? Doch der Salamander sah eher so aus, als ob er kaum noch die Kraft hätte, an Land zu schwimmen. Behutsam und mit größtem Engagement bemühten sich die Kinder, das ungleiche Paar an Land zu bringen, doch der Frosch hatte den Salamander gut unter Kontrolle, schwamm immer wieder davon oder hüpfte samt Salamander zurück in den Tümpel. Ein Junge ermahnte die Kinder immer wieder: „Quäle nie ein Tier zum Scherz, denn es kennt wie du den Schmerz.“. Nach mehreren Versuchen und aufgeregten Arbeitsanweisungen der drum herum stehenden Kinder, schafften sie es endlich die beiden zu trennen. Der Salamander verkroch sich sogleich unter einem nahen Wurzelgeflecht. Die Kinder schauten immer wieder nach den beiden, zumindest der Frosch war aber bald verschwunden. Im sonnigen Wald bastelten die Kinder später noch an verschiedenen Stationen Holzrasseln oder Pfeil und Bogen, turnten im Niedrigseilgarten, ließen sich in der Hängematte hin und her schaukeln, gingen mit Lupengläser auf Entdeckungstour oder machten gemeinsam Musik. Das Highlight am Abschlusstag war das gemeinsame Stockbrot, welches wir nach einer langen Wanderung über zwei Feuerschalen buken. In der Abschlussrunde bestätigten die Kinder, was bereits seit vier Tagen zu spüren war: ja, es hat großen Spaß gemacht!

Osterfest in der Räuberhöhle (24.3.16)

Hier braucht es Geschicklichkeit und Konzentration

Bevor wir Räuber ins lange Osterwochenende gingen, feierten wir natürlich auch unser eigenes Fest im Wald. In den letzten Tagen hatten sich die Kinder kleine Osterhasen aus Stöcken und Filzwolle gebastelt und aus Gips, Pigmenten und Wasser selbst Straßenkreide hergestellt. Diese Kleinigkeiten legten Sie in ihre Nester aus Rinde und Moos, damit sie der Osterhase verstecken kann. Am Tag unserer Feier waren die Nester tatsächlich weg. Die letzten Tage hatten wir uns bereits beim Osterlied „Bimmel Bammel Beier“ im Verstecken und Suchen geübt. Auch diesen Morgen freuten sich die Kinder wieder über dieses Spiel und als wir uns dann endlich auf die Suche nach unseren Osternester machten, lag spannende Vorfreude in der Luft. Die Kinder schauten hinter Bäume, im Gebüsch junger Buchen, in der Sandgrube...und endlich fand ein Kind das erste Nest. Wir schauten nach, wem es gehörte und riefen den Jungen her. Der Osterhase hatte noch einen selbstgebackenen Osterhasen dazu gelegt, dessen Ohren schon ziemlich bald im Kindermund verschwanden. Das Nest unserer Ältesten war am besten versteckt aber zusammen fanden wir auch dieses noch. Mit den Straßenkreiden malten die Kinder gleich Bänke und Tische an. Bald versammelten wir uns zum gemeinsamen Osterbuffet, gestalteten Brotgesichter und naschten am Hefezopf. Später übten wir uns darin, Fichtenzapfen auf Astgabeln zu balancieren und spielten noch eine Weile am Teich. Schade, dass drei Kinder krank waren und den Tag über nicht dabei sein konnten. Wir wünschen eine Gute Besserung und freuen uns schon riesig, mit allen gemeinsam in den fortschreitenden Frühling hinein zu feiern.

Ritterspiele in der Räuberhöhle (18.03.16)

Balancierübung bei den Ritterspielen

Nachdem sich die Ritter Helme gebastelt und ihre eigene Burg in der Sandgrube gebaut haben, fehlen ihnen noch Schätze für ihre Schatzkammer. Dazu zogen sie los auf eine spannende Schatzsuche. Auf einer Karte identifizierten sie verschiedene Symbole, wie z.B. ein Schwert oder ein Schild. Diese Zeichen waren auch im Wald versteckt und mussten gefunden werden. An jedem Zeichen suchten die Kinder je eine Walnuss und eine Erdnuss. Im Abschlusskreis knackten die Kinder ihre gefundenen Schätze und vernaschten sie sogleich. Da darf die Schatzkammer ruhig weiterhin leer bleiben. Zum Abschluss unseres Ritter-Themas veranstalteten wir am Freitag Ritterspiele, welche die Kinder in ihrer motorischen Geschicklichkeit herausforderten. In einem Parcours durchliefen sie einen Slalom, wichen auf einem Baumstamm Hindernissen aus, balancierten über eine dünne Brücke, spielten Zielwurf und holten am Ende mit der Lanze einen Ring vom Baum. Wer für diese Spiele noch ein bisschen zu jung war, schaute sich gemütlich im warmen, trockenen Laub, welches von der Sonne beschienen war, Bücher an. Endlich erleben wir die ersten warmen Frühlingstage, in denen die Sonne dazu einlädt, die Jacken auszuziehen und sich gemütlich an einen Baumstamm zu lehnen. Bestimmt holen wir auch schon bald unsere Hängematte wieder raus.

Die Ritter kommen (11.3.16)

Verteidigung der Burgmauern

„Wo kann man einen Ritter sehn mit Rüstung und mit Schwert, mit Lanze und mit großem Schild auf einem stolzen Pferd?“, heißt es in einem Kinderlied von Thomas Koppe. Auch von Burgfräulein, Drachen, Türmen und geheimen Gängen hört man hier. Im Morgenkreis erraten die Kinder schnell, wovon hier gesungen wird: von der Burg. Da können auch gleich schon einige Kinder ihre Geschichten erzählen, die bereits eine Burg besichtigt haben oder Zeuge von Ritterspielen waren. Wir schlüpfen in verschiedene Rollen und ziehen singend durch die Räuberhöhle, bis wir in unsere eigene Burg gehen, in der ein wärmendes Feuer brennt und wir uns gemütlich zusammensetzten. In der Runde sammelten wir unser bisheriges Wissen zu Burgen und Rittern und besprachen, wer am nächsten Tag Bücher und Spielsachen zum Thema mitbringen könne. Wir kamen auch auf die ehemalige Burg in Herrenberg zu sprechen und es kam die Frage auf, was eine Ruine sei. Am folgenden Tag schauten wir uns Bilder von Burgen und Ruinen an, ein Kind brachte zwei Schwerter und Schilder mit. Über die bunten Schilder erfuhren die Kinder von den damalige Wappen. In den kommenden Tagen erkundeten wir in Büchern immer mehr Details zu Burgen und Rittern und gestalteten aus Stöcken und Pappe unsere eigenen Schilder und Schwerter. Im Schwertkampf übten sich die Kinder in sicherer Stockführung und Impulskontrolle, denn schließlich soll für alle der Spaß im Vordergrund stehen und Verletzungen vermieden werden.
Wenn das Wetter mitmacht, wollen wir uns bald in Herrenberg auf die Suche nach den Spuren der Burg- und Schlossreste machen. Die Kinder fantasierten bereits über versteckte Geheimgänge und Schatzkammern, die sie dort suchen wollen.

Aus einem alten Weihnachtsbaum... (4.3.16)

Die Nadeln werden weggeschnitzt

...soll was ganz neues entstehen. Als die Kinder das Bäumchen im Morgenkreis erblicken, wundert sich so manch einer. Bei anderen bricht große Freude aus und sie würden am liebsten gleich nochmal Weihnachten feiern. Die Kinder entdecken ein paar Werkzeuge in der Mitte des Kreises: eine Säge, eine Gartenschere und Schnitzmesser. Sie erfahren, dass wir daraus Hängehaken machen werden. Jeder möchte am liebsten gleich anfangen mir der Gartenschere Äste abzuzwicken. Doch erstmal gehen wir noch vespern. Als sich dann einige Kinder entscheiden, lieber noch ein wenig in der Kuschelecke zu spielen oder Flieger zu basteln, wartet draußen ein übersichtliches Grüppchen und nun kann auch jeder mitmachen. Wir sägen das Bäumchen in drei Stücke und schneiden die Äste an je einem Ende rundherum auf Hakenhöhe ab. Alle anderen werden ganz weggeschnitten. Dann schnitzen die Kinder die Rinde mit den Nadeln ab. Am nächsten Tag, als die abgeschnitzte Oberfläche wieder angetrocknet ist, lernen die Kinder, wie man die Oberfläche mit dem Schnitzmesser noch glatter machen kann. Sie sind ganz beeindruckt vom glatten Holz und spüren immer wieder wie es sich anfühlt. In den kommenden Tagen steht dann noch eine Schleifpapierbehandlung an und wir bohren je ein Loch, um die Hängehaken an einer Schnur aufhängen zu können. Sie erweisen sich bei uns sehr praktisch, um z.B. Handschuhe darauf zu stecken und sie über dem Ofen trocknen zu lassen.

Nachwuchs bei den Ziegen (29.02.16)

Ja wer bist denn du?

„Sollen wir heute die Ziegen besuchen?“, fragten wir am Montag die Räuber im Morgenkreis. Jubelnd stimmten die Kinder in freudige Zustimmung ein. Dort waren wir schon ein ganzes Weilchen nicht mehr. Nach dem Vesper zogen wir dann los, vorbei am Sportplatz und raus aus dem Wald, oberhalb der Streuobstwiesen vorbei. Bei den Ziegen erwartete uns eine Überraschung: drei kleine Zicklein lagen zusammengekuschelt unter einem Bauwagen. Wir hatten das Glück beobachten zu können, wie sie langsam wach wurden, sich streckten und gähnten. Sie kamen zum Zaun gelaufen und der Besitzer, Herr Eipper, holte sogar eines heraus, dass die Kinder es streicheln konnten. Elli, unser Räuberhöhlenhund und das Zicklein beschnupperten sich ganz interessiert. Als dann die Ziegenmutter kam, sahen wir den hungrigen Zicklein beim Trinken zu. Eine weitere Ziege mit dickem Bauch tauchte auf. „Ist die schwanger?“ fragte ein Mädchen. Und tatsächlich, in vier Wochen sollen weitere Zicklein geboren werden. Nun schauen wir bestimmt öfters vorbei um den Kleinen beim Wachsen zuzuschauen und wir warten gespannt auf den nächsten Wurf.
Ein weiteres Highlight der Woche erlebten wir, als wir gerade einen steilen Hang hochkletterten. Etwa 200 Meter gegenüber des Hanges erblickten wir drei Wildschweine, die nahezu geräuschlos durch den Wald rannten und schon bald wieder verschwunden waren. In den darauffolgenden Tagen entdeckten wir allerlei Zeichen, die auf die Anwesenheit von Wildschweinen deuteten: umgewälzte Erde, Wildschweinsuhlen oder deren Losung. Dass wir echte Wildschweine im Wald gesehen haben, ist nun das erste Mal seit die Räuberhöhle existiert.

Die Räuber feiern Fasching (8.2.16)

Bunter Spaß bei Luftballonspielen

Am Rosenmontag erleuchtete eine kunterbunte Faschingsgruppe den braunen Winterwald im Schönbuch bei Mönchberg. Eine Einstimmung zum Fest gabs schon beim morgendlichen Schminken. Richtig in Feierstimmung kamen wir dann beim wohlbekannten Faschingshit, dem Fliegerlied. Immer schneller sangen wir, bis wir gerade noch so mit den Bewegungen hinterher kamen. Aufgewärmt und gut gelaunt aßen wir uns dann beim Faschingsbuffet satt. Später ging es bei Luftballonspielen dann wild her. Wer kann den Luftballon am Bein der anderen zum Platzen bringen? Und ist es möglich, mit Luftballon zwischen Bauch oder Kopf das Tanzbein zu schwingen? So verging ein Tag voll bunter Farben, lustiger Spiele, viel Musik und leckerem Essen. Ein toller Wocheneinstieg war das! Eben, warum nicht mal die Woche mit einem Fest beginnen? Aber wenn man genau schaut, gibt es eigentlich fast an jedem Tag kleine Anlässe, um ein bisschen zu feiern. Nicht ganz so groß wie Fasching und auch auf andere Art und Weise, aber doch bewusst wahrgenommen und so für Kinder als wichtige Wegsteine in den Alltag integriert. So z.B. an unseren Kochtagen, wenn sich der ganze Tag um die Zeremonie der Essenszubereitung dreht, die im anschließenden Genuss beim Abschlusskreis gipfelt. Oder wenn wir einfach so spontan einen Riesenspaß beim gemeinsamen Musizieren haben. Oder wenn ein Kind das erste Mal ein Schnitzmesser in der Hand hat und die ersten Späne fallen, man sich anschaut und merkt: das ist ein besonderer Moment! Ist Feiern nicht einfach das bewusste Wahrnehmen von Freude und das gemeinsame Teilen dieses wunderschönen Gefühls? Wir wünschen uns, dass wir jeden Tag einen Grund zum Feiern haben!

Faschingsvorbereitungen in der Räuberhöhle (5.2.16)

Ein Gemeinschaftsbild entsteht.

Im Morgenkreis versammelt, nach einer ausgelassenen Flummi-Lied-Runde, erzählen die Kinder von ihren Verkleidungswünschen zu unserem kommenden Faschingsfest. Vom klassischen Ritter bis zu selteneren Exemplaren wie dem Wildschwein oder einer Maus sammelten sich Ideen der Kinder.
Was macht eigentlich den besonderen Reiz des Verkleidens aus? Darüber diskutierten wir in unserer wöchentlich stattfindenden Sonnenrunde der Vier- bis Sechsjährigen. Ein besonders hervorstechendes Element war die besondere Stärke, welche z.B. ein Drache mit sich bringt. Ebenfalls die Unverletzlichkeit und Sicherheit, die mit der Vorstellung dieser Menschen und Wesen einhergeht. Mit diesen Darstellungen konfrontiert, reagierte ein Junge besorgt. Da kam sogleich ein Vorschlag des Drachen in spe, er könne doch auf ihm fliegen. Im weiteren Gesprächsverlauf entwickelten die Kinder das Vorhaben, dass die Stärke zum Schutz der ganzen Räubergruppe eingesetzt werden kann. Außerdem fanden wir noch zu jeder vorgeschlagenen Verkleidung ganz spezielle Besonderheiten, sodass jedes Kind mit dem Gefühl seiner ganz eigenen Stärke aus dem Gespräch gehen konnte.
Um nicht nur uns, sondern auch unsere Hütte in Faschingsfarben zu kleiden, gestalteten die Kinder eine große Papierbahn beidseitig mit Wasserfarben. Das Papier schnitten wir in lange Streifen und falteten daraus Ziehharmonika-Girlanden.
Wir freuen uns schon alle sehr auf unser lustig-buntes Fest mit leckerem Faschingsbuffet am Rosenmontag!

 

Eine holzige Woche (29.01.16)

Die Kinder sind so gern helfend mittendrin dabei!

Die letzte Woche stand bei uns im Kindergarten Räuberhöhle ganz im Zeichen des „Holzes“. Ein neuer Junge verbrachte seine erste Woche bei uns im Kindergarten. Es war ein großes Highlight für die Kinder und die Erwachsenen, als sein Papa am Dienstag und am Mittwoch seine Motorsäge auspackte und unser Feuerholz in handliche Stücke zersägte. Die kleinen Räuber waren nicht zu bremsen und sie verwandelten sich in fleißige Forstarbeiter. Es wurde Holz gestapelt, gehackt, geschichtet und gesägt. Nichts desto trotz waren wir natürlich auch im Wald unterwegs. Am Donnerstag unternahmen wir einen Ausflug zum „Fuchsbau“, so nennen wir ein beliebtes Klettergebiet der Kinder. Dort angekommen mussten wir leider feststellen, dass das ganze Gebiet von den Waldarbeitern abgesperrt worden war. Derzeit begegnen wir im Wald öfters abgesperrten Gebieten, in denen u.a. Bäume gefällt werden. Dann kracht es auch mal ganz schön laut, wenn so ein großer Baum umfällt und die Kinder horchen überrascht auf. Das Klettern fiel heute also leider aus. Aber die Aussicht auf weitere Holzarbeiten an der Räuberhöhle ließ die Enttäuschung schnell verschwinden. Wir werden natürlich in den nächsten Wochen noch öfters am Fuchsbau nachschauen, ob die Absperrung wieder weg ist.
 

 

Volle Karacho (22.1.16)

Für diesen Spaß strengt man sich gerne an!

Die Wangen glühen, die Füße rutschen auf dem Schnee und auf dem Gesicht steht den Kindern die hohe Motivation geschrieben, den Schlittenhang hochzukommen um ihn dann wieder mit dem Poporutscher hinunterzurutschen. „Volle Karacho bin ich durch den Schnee runter!“ strahlt mich ein dreijähriger Junge an, während er sich den Hang hoch kämpft. Kaum oben, setzt er sich neben seinen Freund und zusammen verschwinden sie jauchzend in einer Wolke aus feinem Schneestaub. Nach so einem Tag kommen wir alle müde aber zufrieden oben in der Räuberhöhle an. Dann sind wir auch so warm, dass wir gemeinsam draußen im glitzernden Schnee sitzen können und den Kindergartentag bei Essen und Trinken ausklingen lassen. Am nächsten Tag steht uns ein langer Marsch zu einem Teich mitten im Wald bevor. Nach den vergangenen kalten Tagen und Nächten ist bereits unser kleiner, flacher Tümpel in der Sandgrube soweit gefroren, dass die Kinder darauf schlittern konnten, nachdem wir ihn mit Besen von der Schneeschicht befreit hatten. Wir wollen schauen, ob der größere Teich ebenfalls gefroren ist. Dort angekommen testen wir Erwachsenen erstmal mit unserem Gewicht, ob das Eis auch trägt. Daraufhin stecken wir ein kleines Gebiet ab, auf dem die Kinder sicher schlittern können. Am Rand malen die Kinder mit Stöcken Bilder in die dünne Schneeschicht auf dem Eis. Die älteren Kinder zeichnen auch schon Buchstaben oder schreiben ihren Namen. Diese eine kalte Woche hat den Kindern eine ganz besondere Erfahrungswelt eröffnet, die wir so gut es ging genutzt haben um diese Winterwelt zu feiern, über sie zu staunen und in ihr viel Spaß zu haben.

Endlich Winter in der Räuberhöhle (15.1.16)

Die Kinder fischen nach Eisschollen

Endlich ist er da, der Winter! Die kleinen Räuber des Waldkindergartens Räuberhöhle freuen sich riesig darüber. Es gab letzte Woche kein Halten mehr, als endlich der erste Schnee vom Himmel fiel. Nach einem Vesper im beheizbaren Bauwagen ging es dick eingepackt und voller Vorfreude auf einen langen Spaziergang zu einem kleinen See im Wald. Dort angekommen, staunten die Kinder über die zugefrorene Wasseroberfläche. Es war eine Freude, Eisschollen über den gefrorenen See gleiten zu lassen und Steine darauf zu werfen. Wir konnten die Eisfläche im Sonnenschein glitzern sehen und dicke Luftblasen beobachten, die sich  unter der Oberfläche bildeten. Mit großen Stöcken wurden Löcher in die Eisschicht gehackt und Wasserpflanzen geangelt. Viel zu schnell war die Zeit vorbei und wir mussten zurück zur Räuberhöhle laufen. Doch am nächsten Tag war der Kindergarten noch viel verschneiter. Es war toll! Bei einem Schneespaziergang durch den Wald entdeckten wir einige Tierspuren im Schnee. Wer da wohl so unterwegs war? Ein kleiner Hang beim Sportplatz lud uns dann zum runterrollen ein. Wir kugelten den Berg hinunter, bis uns schwindelig war. Müde, kaputt und mit roten Bäckchen wurden die kleinen Räuber dann von ihren Eltern am Kindergarten abgeholt.Wir freuen uns auf noch mehr Schnee, damit wir endlich Schlitten und Poporutscher raus holen können.

Die Räuber im Theater (18.12.15)

Der Wolf genießt es, sich den Bauch kraulen zu lassen.

An einem regnerischen Dezembermorgen trafen wir Räuber uns auf einem herrenberger Spielplatz. Ein aufgespanntes Tarp bot Schutz beim gemütlichen Vespern. Wie schon in den vergangenen Jahren, statteten wir gemeinsam mit dem Friedrich-Fröbel-Kindergarten dem Theater im Köfferchen einen Besuch ab. Die Vorfreude war nicht nur bei den Kindern groß. Auch wir Erwachsenen freuten uns darauf, denn Christine Kümmel schaffte es bisher jedes Mal, eine ganz besondere Atmosphäre mit ihrem Bühnenbild, ihren Figuren und Geschichten herbei zu zaubern. Im kleinen und gemütlichen Theaterraum suchten wir uns einen Platz. „Mati sucht das Weihnachtslicht“ heißt das Stück. Als der Vorhang aufging, fanden wir uns in einer Winterwelt wieder, wie wir sie uns nur wünschen können: schneebedeckte Tannen, ein Holzhäuschen am Waldrand und winterlich weiß bedeckt das Land. Plötzlich lugt ein Wolf zwischen den Vorhängen hinter der Bühne hervor. „Ja nu sowas aber ooch.“ sind seine ersten Worte in breitem Sächsisch. Und schon erfüllt Gelächter den Raum, der Wolf hat sogleich unsere volle Sympathie. Ganze 45 Minuten hat uns nun die Geschichte in ihrem Bann und selbst unser Jüngster, der erst nächstes Jahr seinen dritten Geburtstag feiert, war die gesamte Zeit über mit seiner Aufmerksamkeit bei dem, was sich auf der Bühne abspielte. Als am Ende dann das Weihnachtslicht auf der Bühne erschien, wurde es ganz ruhig im Raum. Keine Figur bewegte sich mehr, keiner sprach, das schummerige Kerzenlicht tauchte alles in eine andächtige Atmosphäre. Als dann Frau Kümmel wieder zu uns kam, gab es erstmal Applaus. Sie schenkte jedem noch eine Kette mit „einem kleinen Teil des Weihnachtslichtes“ und auf dem Weg nach draußen durften die mutigen Kinder noch den großen Wolf streicheln. Schön war es wieder, das Köfferchentheater!

Lasst uns froh und munter sein... (7.12.15)

Die Kinder öffnen ihre Nikolaustüten

...und uns recht von Herzen freu'n. Dieses Lied besingt den heiligen Nikolaus, welcher in unserer Kultur jährlich am 6. Dezember als weißbärtiger Mann in roter Kluft den Kindern eine kleine Freude macht. Da der Nikolaustag auf den Sonntag fiel, bekamen wir den guten, alten Mann im Kindergarten leider nicht mehr zu Gesicht. Aber er hat an uns gedacht und den Kindern was mitgebracht. Auf dem Balkon finden wir einen großen Jutesack. Im Morgenkreis steht er dann in unserer Mitte und die Spannung steigt und steigt. Doch bevor wir ihn öffnen, singen wir ein Segenslied, in welchem jeder einzelne von uns in einen engeren Kreis um die Kerzen in der Mitte eingeladen wird. Bald knien wir alle eng zusammen auf dem Waldboden. Wie fühlt sich das an, hier mit dazu zugehören? Wie schade es wäre, wenn noch jemand außerhalb des Kreises wäre. Wie gut, dass wir alle dazugehören und jeder dabei sein darf! Das ist die Botschaft, die wir den Kindern immer wieder vermitteln und worauf wir ihre Aufmerksamkeit lenken: jeder gehört mit zur Gemeinschaft, keiner bleibt außen vor. Dann freuen wir uns alle zusammen, als gemeinsam der Nikolaussack geöffnet wird. Für jedes Kind ist darin eine kleine Papiertüte gefüllt mit verschiedenen Nüssen, einer Mandarine und einem winzigen Schokonikolaus. Das reicht schon völlig, um ein strahlendes Lächeln auf die Kindergesichter zu zaubern. Später sitzen wir dann gemütlich am großen Eichentisch und die Kinder knacken ihre Walnüsse mit dem Hammer, wobei die Älteren ganz selbstverständlich den Jüngeren helfen.

Advent in der Räuberhöhle (4.12.15)

Die Kinder lauschen der Adventsgeschichte

Wer dieser Tage morgens früh zur Räuberhöhle im Schönbuch kommt, wird gleich am Eingang von mehreren warm leuchtenden Kerzenlichtern empfangen. Maria, Josef und Esel Elias stehen hier. Dieser Adventsweg wird jeden Tag um ein Lichtlein länger und Maria und Josef kommen so ihrem Ziel Betlehem näher und näher. Im Morgenkreis hören die Kinder Geschichten von Esel Elias, der die Reise von Maria und Josef miterlebt. Die Szenen im Buch werden zur Anschaulichkeit mit den Figuren nachgestellt. Die Kinder erzählen, was Elias am Tag zuvor erlebt hat und gehen dann mit ihm ein Stückchen weiter auf seiner Reise. Im Anschluss ergeben sich Gespräche zur Geschichte: was ist ein Zimmermann und warum müssen die Menschen Geld an Kaiser Augustus zahlen, ist er etwa böse? Solche und weitere Fragen vertiefen die Geschichte und helfen den Kindern, sich über längere Zeit an diese zu erinnern und so der Handlung über mehrere Tage zu folgen. Im Morgenkreis darf dann noch ein Kind seine Adventssocke von der Leine in der Hütte holen. Darin sind z.B. selbstgestrickte Armstulpen, Aus Holz und Moosgummi gefertigte Stempel mit den Buchstaben des Namens des Kindes, gefilzte Tiere, ein Poster mit dem Lieblingstier eines Kindes und andere kleine Überraschungen. „Elli braucht auch eine Adventssocke“ meint unsere Älteste. Elli ist unser Räuberhund und kommt Montags und Freitags mit in den Kindergarten. „Wir können ihr was zu Essen rein oder einen Ball“ schlagen die Kinder vor. Ja, machen wir ihr doch auch eine besondere Freude. Sie soll doch schließlich mitfeiern. Denn wir alle feiern, genießen und freuen uns. Beim Weihnachtsliedersingen, beim Maronen in der warmen Hütte knuspern, beim Weihnachtssterne basteln, beim Geschichten lauschen, beim Wunschzettel aufmalen...

Wenn es kalt wird... (27.11.15)

Malen auf Papier und Hände

Schnee, Minusgrade, Handschuhe und Schniefnasen – der Umbruch von traumhaftem, sonnigen Herbstwetter zur nasskalten Übergangszeit stellt neue Anforderungen an die Draußenkinder und uns begleitende Erzieher. Jeder Körper braucht seine ganz individuelle Anpassungszeit an die Kälte. Während die einen am liebsten mit bloßen Händen ihre Schneebälle formen wollen, machen es sich die anderen noch vermehrt in der geheizten Hütte gemütlich. Insbesondere die Jüngsten brauchen noch ein paar Aufwärmphasen im Verlauf eines Kindergartentages. So wechseln sich Entdeckungstouren durch die veränderte Natur ab mit Entspannungsphasen in der Kuschelecke oder am Mal- und Basteltisch. Draußen entdecken die Jüngsten ganz neue Naturphänomene. „Was ist das große?“ fragt mich ein Junge und zeigt auf eine vereiste Fläche. Eis kennt er bisher bewusst wahrscheinlich hauptsächlich in Erdbeer- oder Vanillegeschmack. Aber was für Eis hat er hier entdeckt? Wir zerklopfen, schmelzen es auf der Hand und lassen die Eiskristalle im Sonnenlicht glitzern. Dann gehen wir in die Hütte, auch andere Kinder folgen. Sie wollen Wasserfarben malen. Einige haben besonders viel Freude daran, sich Hände und Fingernägel anzumalen. Die Kinder lernen schon früh einen achtsamen Umgang mit den Materialien. Die Gruppengröße erlaubt es uns, jedes Kind individuell zu begleiten. In der Kuschelecke werden derweil in einem flauschig-weichen Lager aus Schaffellen, Decken und Kissen Bücher vorgelesen. Der Duft von frisch gerösteten Maronen erfüllt den Raum. Ein bisschen Vorweihnachtsstimmung kommt jetzt schon auf.

Die Räuber bauen eine Leiter (19.11.15)

Die Leiter ist fertig!

Auf dem Weg zu einem unserer Lieblingskletterplätzen entdeckten wir vor einiger Zeit nur ein paar Meter abseits des Weges ein tiefes Loch im Boden. Damals wie heute vermuten einige Kinder, dass hier wohl mit Sprengstoff experimentiert wurde. Eine etwas weniger spannende Möglichkeit wäre natürlich, dass beim Umsturz eines Baumes jede Menge Erde und Wurzeln mit herausgerissen wurden. Notdürftig abgesperrt war bisher immer klar, dass keiner von uns hinter die Abgrenzung geht. Denn so steil und bröselig es dort war, konnte man wohl kaum ohne Hilfsmittel wieder heraus kommen. Mit den Kindern entwickelten wir die Idee, eine Leiter zu bauen um dort hinab zu steigen. Was für ein Abenteuer, da wollten natürlich alle mitmachen! So zogen wir letzte Woche los, um stabile Äste für eine Leiter zu suchen und zuzusägen. Die Kinder kamen mit jeder Menge Stöcken zur Konstruktionsstelle im trockenen Laub. Hier konnte jeder testen, wie stabil sein Stock war. Nachdem bei manchen auch der 3. oder 4. Stock beim Stabilitätstest zerbrach wurde klar: morsch dürfen sie nicht sein und auch die Dicke muss passen. Die Sprossen der Leiter wurden auf die passende Länge zugesägt, dabei halfen die Kinder sich gegenseitig beim Stock festhalten. Jede Sprosse wurde fest an zwei stabile Äste gebunden und bald waren wir fertig. Die Spannung stieg, als wir die Leiter endlich ins Loch hinab ließen. Alle schauten gespannt zu, als unsere Älteste als Erste hinab stieg. „Hier will ich übernachten.“ war ihre Botschaft, als sie wierder hoch kam. Jeder kletterte mal hinunter und entdeckte immer was neues: jede Menge feines Wurzelgeflecht überm Kopf, fast wie ein Vorhang, eine grüne Wurzel knapp unter der Erde, die lockere Beschaffenheit der Erde, eine Spinne oder sogar eine kleine Höhle – wer da wohl wohnt...?

Tanzende Leuchtgestalten im Dunkelwald (10.11.15)

Zauberhafte Lagerfeueratmosphäre

Es dunkelt bereits, als sich die große Schar von Räubern, Waldfüchsen, Waldmäusen und weiteren Teilnehmern am Mönchberger Schützenhaus am Rande des Schönbuchs zum jährlichen Laternenlauf trifft. So eine große Laternengemeinschaft waren wir noch nie! Wie schön, dass an diesem Tag so viele die besondere Atmosphäre des mit Lichtern erleuchteten Waldes erfahren darf. Bald sind alle Laternen erleuchtet und wir alle drehen singend Kreise, während sich innen ein zweiter Kreis bildet: hier laufen die Kinder mit ihren Laternen zu den Klängen der Gitarre. Dann geht’s los in den Wald. Dunkel ist es hier. Eule, Fuchs und Fledermaus tanzen leuchtend durch die schattenhaften Umrisse der großen Buchen. Wir nähern uns einer Aussichtsstelle und werden vom Abendrot der untergehenden Sonne begrüßt. In ihre Farbenkraft hinein singen wir ein beschwingtes Laternenlied. Auch am Grafenberg versammeln wir uns nocheinmal zum gemeinsamen Singen. „Rinkel, rankel, runkel“ stimmen wir an und eine märchenhafte Stimmung legt sich über uns. Als wir uns der Räuberhöhle nähern funkelt und glitzert es schon von weitem. Als ob es sich ein Schwarm leuchtender Feen hier gemütlich gemacht hätte, angezogen vom warmen Schein des lodernden Feuers. Wir setzen uns darum herum und werden ganz still. Die Flammen züngeln, knistern und knacken, als wir alle gemeinsam einstimmen und diesen sternklaren Abend mit dem Lied „Der Mond ist aufgegangen“ begrüßen. Anschließend lassen wir den Abend bei Gesprächen und dem Genuss der Leckereien vom Buffet ausklingen.

Unterwegs mit unserem Therapiepferd Nanu (06.11.15)

Wir alle genießen eine Pause

Das herrliche Wetter mussten wir unbedingt noch einmal nutzen, um Nanu, das superliebe Räuberpferd unserer Kollegin, zu besuchen. Schon morgens erleuchtete die Sonne den Reitplatz, auf dem die jüngeren Kinder mit ihren Baggern und Schaufeln spielten. Unsere Älteste kratzte derweil mit Hilfe einer Erzieherin die Hufe aus. Ganz still steht Nanu während dessen da und hebt ein Bein nach dem anderen bereitwillig hoch. Unser Jüngster konnte es kaum erwarten, reiten zu dürfen, für ihn ist es der erste Besuch auf dem Pferdehof. Immer wieder rennt er los um sich seinen Helm auf zu ziehen und immer wieder müssen wir ihn auf später vertrösten. Schließlich muss Nanu noch frühstücken und geputzt werden. Auch da helfen die Kinder mit und holen anschließend Volti-Gurt und Zaumzeug. Nun bepacken wir Nanu mit den Rucksäcken der Kinder. Dabei achten wir darauf, dass das Gewicht glecihmäßig verteilt ist. Jetzt aber los zum Vesperplatz! Die älteren Kinder nehmen sich ein Jüngeres an die Hand und dann ziehen wir los in die Felder. Ein bunter Haufen sind wir: Drei Erwachsene, vollbepackt mit Wasserkanister, Erste-Hilfe-Set, Wechselkleidung und was man sonst noch so gebrauchen kann, unser Räuberhund Elli, deren Fell im Wind weht, die vollbepackte Nanu und jede Menge fröhlicher Kinder. Nach dem Vesper gehen wir dann in Grüppchen von drei bis vier Kindern eine kleine Runde mit Nanu drehen. Jeder darf mal auf ihren Rücken sitzen, und sanft hin und herwiegend von hoch oben die Welt betrachten. Dabei genießen wir die Sonnenstrahlen auf unserer Haut. So fühlt sich Glück an!

Der Wald leuchtet (30.10.15)

Herbstliche Farbenpracht

Was für eine Farbenpracht! Wenn die Sonne überm Schönbuch scheint möchte man meinen, an den Bäumen hingen unzählige Goldtaler, die im hellen Licht nur so glitzern und schimmern. Und schon die leichteste Brise weht die zarten Blättchen von den Ästen. Kreiselnd und sich drehend finden sie ihren Weg auf den Boden. Oder in eine ausgestreckte Hand. So fangen wir Blätter, die in ihrem ganzen Leben noch nie die Erde berührt haben. In den Morgenstunden durchzieht noch ein schwacher Nebel den Wald. Dann feuern wir den Ofen in der Hütte an und machen es uns auch mal in der Kuschelecke zwischen Schafsfellen und Wolldecken gemütlich. Dort lässt es sich wunderbar übers anstehende Laternenfest sinnieren. Einige Kinder haben bereits ihre Wunschlaterne gebastelt. An der Decke der Hütte hängen ein Fuchs, ein Eichhörnchen, eine Fledermaus und eine Eule. Was wohl bis zum 10. November noch dazukommt? Dann treffen wir uns nämlich um 17 Uhr am Schützenhaus und ziehen von dort aus durch den Wald zur Räuberhöhle, wo uns ein warmes Feuer und ein leckeres Buffet empfangen wird. Gerne können auch Sie sich zu unserem Laternenlauf gesellen und einen atmosphärischen Abend im Wald miterleben. Nähere Infos stehen auf unserer Homepage unter „Aktuelles“.

Im Igelkrankenhaus (20.10.15)

Auch Igelstacheln kann man streicheln

-0,5°C zeigt das Thermometer Dienstag Morgen, als ich mein Auto am Rande der Felder parke. Heute besuchen wir das Igelkrankenhaus bei Familie Zeitz in Bondorf. Noch sind keine Kinder da und mein Kollege und ich laufen uns eine Runde über die mir Rauhreif bedeckte Wiese warm. Plötzlich sehe ich vor mir im Gras einen Igel liegen, dessen Kopf abgebissen ist. Gut, dass wir ihn hier noch gesehen haben, denn den Kindern wollen wir diesen Anblick ersparen. Diesem kleinen Stacheltier kann leider auch kein Igelkrankenhaus mehr helfen. Als wir später am Tag mit den Kindern das Haus betreten, empfangen uns Herr und Frau Zeitz freundlich und bitten uns, leise ins Igelzimmer zu gehen. Die Igel schlafen nämlich und brauchen auch Ruhe um wieder gesund zu werden. In dem Zimmer stehen mehrere große Käfige. Zwei Igel sind schon wieder gesund geworden, sie können bald ausgewildert werden. Einen hören wir immer wieder husten. Die Kinder erfahren, was die Igel gerne essen und betrachten fasziniert die getrockneten Grashüpfer und Mehlwürmer. Als Herr Zeitz dann einen Igel heraus holt, scharen sich die Kinder um ihn. Immer eines darf die Stacheln des Igels berühren. „Die stechen ja garnicht.“ wundert sich ein Kind. Und tatsächlich. Die Stacheln sind garnicht so spitz. Da traut sich auch unser Jüngster auf dem Arm eines Erziehers, ganz kurz mal über die Stacheln zu fahren. Staunend schauen wir zu, wie sich der kleine Igel einrollt. Frau Zeitz erklärt, dass sie sich noch viel weiter einrollen können und so auch ihren Winterschlaf in einem geschützten Unterschlupf verbringen. An diesem Tag haben die Kinder Erfahrungen sammeln können, die ihnen das Thema „Igel“ lebendiger machte und so die Chance besteht, dass sie sich noch lange daran erinnern werden. Da können Bilderbücher nicht mithalten.

Wir fliegen nach Afrika (16.10.15)

Blätterengel mit Himmelblick

Im Morgenkreis liegen Bilder aus, welche sich die Kinder betrachten. Jedes Kind nimmt sich eine Bildkarte und zeigt den anderen, was darauf zu erkennen ist: eine Raupe, rote Beeren, Äpfel, ein Grashüpfer u.v.m. Gemeinsam überlegen wir, welche Tiere das Abgebildete essen. Schnell stellen die Kinder fest, dass hier Futter von Vögeln abgebildet ist. Aber was passiert im Winter? Gibt es da noch viele Äpfel? Viele Beeren? Viele Raupen? Nein, wissen die Kinder. Und außerdem ist es sehr kalt. Die Kinder erfahren, dass deshalb viele Vögel sich auf den Weg in wärmere Länder mit reicherem Nahrungsangebot machen. Wir verwandeln uns in diese Zugvögel und reisen zu passender musikalischer Begleitung eines Kollegen selbst nach Afrika. Wir treffen auf Elefanten, Giraffen und Krokodile. Als wir uns zurückverwandeln geht die Reise auch bald weiter, etwas näher diesmal: zum Grafenberg. Dort haben die Kinder einen riesen Spaß beim Hang runter rutschen und kugeln und wühlen sich durchs Blättermeer. Unsere beiden neuen Räuber können sich hier auf vielfältige Weise ausprobieren. Die körperliche Betätigung macht müde und so ziehen wir gegen später sehr gemächlich zurück zur Räuberhöhle. Zwei Kinder liegen entspannt auf dem blätterbedeckten Boden und schauen gen Himmel. „Ich mach einen Blätterengel“, erklärt mir S. Als ein Erzieher sich die Gitarre schnappt wird er von einem Jungen dazu inspiriert, ein „Turtles“-Lied anzustimmen. Bald rennen alle Kinder freudig und sehr lebendig zu seinen Klängen um ihn herum.
Am Mittwoch besuchte uns dann nach langer Pause wieder der Friedrich-Fröbel-Kindergarten. Wir sind sehr dankbar für diese Kooperation, es ist immer wieder schön zu sehen, wie sich Treffen für Treffen ein immer natürlicherer Umgang zwischen den Kindern beider Gruppen ergibt.

Herbstliche Ausflüge (09.10.15)

Die Füße wollen auch mal raus.

Wie bereiten sich eigentlich die Tiere auf den Winter vor? Vor dem Hintergrund dieser Frage erfahren die Kinder jede Woche Ausschnitte aus dem Leben der Tiere in Wald und Feld. Neben Winterruhe, Winterschlaf und Winterstarre gibt es noch Zugvögel und Schmetterlinge, die in wärmere Länder reisen und Tiere, die auch im Winter aktiv sind und denen z.B. eine dicke Fellschicht zum Schutz vor der Kälte wächst. Zu jedem dieser fünf Strategien lernen die Kinder ein Tier kennen. Im Morgenkreis erfuhren die Kinder vom Eichhörnchen „Max“. Fotografien aus einem Buch luden dazu ein, vorhandenes Wissen mit einzubringen. In einem Lied über Max sangen wir von seinen Sammelaktivitäten, seinen Futterverstecken, seinen akrobatischen Künsten und seinem runden Nest hoch oben im Baum. Wo können wir Eichhörnchen beobachten? Zum Vesper spazierten wir auf eine Wiese, die von Haselbüschen gesäumt ist und auf der zwei große Walnussbäume stehen. „Da ist Max“ rufen die Kinder, als sie ein Eichhörnchen entdecken, das mit einer Nuss im Mund über die dünnen Zweige huscht. Und tatsächlich, das fleißige Tierchen ist den ganzen Vormittag damit beschäftigt, über unseren Köpfen hin und her zu springen um Nüsse zu sammeln. Wo es sie wohl hinbringt? Die Kinder stellen Vermutungen auf: vielleicht frisst es sie gleich, vergräbt sie in der Erde oder bringt sie in seinen Kobel. Gegen Ende der Woche führte uns ein langer Spaziergang vorbei an den Ziegen, an Hagebuttensträuchern und Bäumen und Büschen, die in den schönsten herbstlichen Farben leuchteten. Die Aussicht über die Streuobstwiesen war berauschend. Und als wir an der Grafenberghalle in Kayh ankamen, wartete ein bunter Teppich aus Ahornblättern auf uns. Herbstsonne, Ringe aus Blätterstielen, bunte Sträuße, und Blätterschlacht - wie schön ist doch der Herbst!

Die Räuber pressen Apfelsaft (28.09.15)

Krafteinsatz an der Obstpresse

 Krafteinsatz an der ObstpresseGeschäftiges Treiben auf der Streuobstwiese: Kinder sammeln Körbe voller Äpfel, strecken und bücken sich dazu und freuen sich, als ein Erwachsener große, knackige Äpfel mit Hilfe einer Schüttelstange vom Baum regnen lässt. Die Äpfel waschen die Räuber in einem großen Bottich und bringen sie dann an den Schnippeltisch. Die Obstpresse steht schon bereit und für die erste Ladung Apfelsaft versammeln wir uns alle darum. Wie funktioniert sie? Wir schauen uns die Einzelteile genau an und dann geht’s los. Die Äpfel kommen in den Häcksler. Bis auf wenige Arbeitsschritte können die Kinder alles selbst machen. Sie kurbeln die Äpfel durch den Häcksler und pressen mit viel Körpereinsatz den Saft aus. Natürlich verkosten wir gleich unser frisch gewonnenes Produkt und freuen uns über den intensiv fruchtigen Geschmack. Da jedes Kind zwei große Flaschen zum Auffüllen dabei hat, geht es nun so richtig los. Jeder hat die freie Wahl, wo er gerade mitmachen möchte. Einige sammeln weiter, andere bleiben vermehrt an der Presse, ein Kind ist ganz vertieft in seine Schippelarbeit. Immer wieder kommen Kinder mit einem Strahlen im Gesicht und zeigen ihre frisch gefüllten, herbstlich gold-braunen Flaschen herum. Das Wetter lädt auch dazu ein, einfach gemütlich unterm Apfelbaum zu liegen, sich zu unterhalten oder ein Buch anzuschauen, Grashüpfern hinterher zu springen oder die Freiheit der weiten Wiese bei Rennspielen zu erleben. Erinnerungen an diesen schönen Tag hatten die Räuber dann bestimmt auch daheim bei dem ein oder anderen Schluck „flüssiger Sonne“.

Apfelerlebnisse (25.09.15)

Diese Beiden haben ihr Apfelpaar gefunden.

Knackig, saftig, süß, sauer, trocken, weich, rot, grün, gelb, gepunktet, mit Streifen, glänzend, matt, rau, glatt, groß, klein, mit langem oder kurzem, dickem oder dünnem Stiel, mit oder ohne Wurmloch, Druck- oder Faulstelle, reif oder unreif...den Apfel in seiner ganzen Vielfalt kennen lernen, darum geht es in den letzten und kommenden Tagen in der Räuberhöhle. Bereits im Morgenkreis stimmen wir uns täglich auf das Thema ein. Nach dem Fingerspiel „Apfelbaum und Zottelzaum“, dürfen die Kinder sich beispielsweise einen Apfel aus einem Beutel nehmen. Von verschiedenen Sorten sind dort jeweils zwei drinnen. Bald hat jeder einen Apfel in der Hand und begibt sich auf die Suche nach seinem Apfelpartner. Dabei stellen die Kinder Vergleiche her, benennen Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Bald liegen alle Pärchen auf einem Tuch. Später reiben wir daraus Apfelmus für den Grießbrei, dabei können die Kinder die unterschiedlichen Sorten verkosten. Doch zunächst singen wir noch unser heiteres Bewegungslied „Ich hol mir eine Leiter und stell sie an den Apfelbaum“. Der Spaß ist besonders groß, als wir dann mit einem „Plumps“ alle auf dem Boden landen. Inwischen hängt auch ein Mobile mit leuchtend roten Äpfeln vor unserer Hütte. Welches die Kinder aus mit Watte gefülltem Filz genäht haben. Auch beim Basteln eines Apfels mit kleinem Loch, durch welches der Finger wie ein Würmchen gesteckt wird, sind die Kinder motiviert dabei. Interessiert kurbelten die Kinder auch an einer „Apfel-schäl-Gehäuse-rausmach-Spiralen-schneide-Maschine“ und im Nu hatten wir 10 große Äpfel verputzt. Ganz besonders lecker fanden wir unseren selbstgemachten Apfelkompott mit den knusprigen Kartoffelpuffern.

Die Räuber in der Kirche (18.09.15)

Bagger, Ziegen, Kirche – ein bunter Tag

Wo schaut man sich am Besten ein Buch über Baustellenfahrzeuge an? Wie wär's direkt zwischen Baggerschaufel und Fahrerkabine? So saßen zwei Jungen aus der Räuberhöhle am Freitagmorgen, der eine genüsslich an seinem Apfel knabbernd, der andere noch stolz mit seinem neuen Rucksack auf dem Rücken. Es war der Tag, an dem in Mönchberg der Einschulungsgottesdienst stattfand. Da auch ein Kind aus unserer Gruppe dort mit seiner Familie war, gingen wir diesen Morgen alle gemeinsam in die Kirche. Bevor wir dorthin zogen, hieß es bei einigen Kindern erstmal noch, den Dreck von den Schuhen zu kratzen und die Matschhosen auszuziehen. Auf der Empore in der Kirche hatten die Kinder einen guten Überblick, was da unten so geschah. Wir betrachteten die Schultüten und -Ranzen und freuten uns, als wir die bekannte geflochtene Tüte aus der Räuberhöhle wieder erkannten. Auch unsere Kollegin in Elternzeit kam mit ihrem Baby dazu, was die Kinder sehr erfreute. Dann fing die Orgel an zu spielen und wir wurden still. Dass man in der Kirche nicht so viel und laut reden darf und auch mal ruhig stehen oder sitzen sollte, ist keine Selbstverständlichkeit für Kinder. Doch auch die Jüngsten erspürten die Atmosphäre und hielten sich eine ganze dreiviertel Stunde ruhig zurück und warfen auch immer wieder interessierte Blicke hinunter. Als die Pfarrerin später über einzelnen Kindern einen Segen aussprach, wollten sich auch zwei Räubermädchen dazu gesellen. Eine Erzieherin ging mit beiden runter zu den anderen Kindern. Wie schön, dass wir bei diesem Gottesdienst noch unser Schulkind begleiten durften.

Ein Baby unter Räubern (11.09.15)

Sorgsam widmet sich ein Mädchen dem Baby.

Auf dem Reitplatz des Talhofes zwischen den Feldern am Rande von Herrenberg stehen wir versammelt im Morgenkreis. Auch Nanu, ein Therapiepferd, welches wir regelmäßig besuchen, steht ganz entspannt mit im Kreis. Schon früh morgens halfen die ersten Kinder, den Stall auszumisten und auch einen kleinen Spaziergang mit ihr hatten wir bereits hinter uns. Heute erfahren die Kinder von den verschiedenen Fellfarben der Pferde. Nanu ist ein Schimmel, wie überrascht sind die Kinder als sie ein Fohlenfoto von ihr sehen, auf welchem sie noch ganz dunkel neben ihrer weißen Mutter steht. Zwei fuchsfarbene Pferde schauen uns beim Morgenkreis zu. Und später galloppiert noch ein Rappe auf die Koppel. Der Höhepunkt an diesen Tagen ist für die meisten Kinder, wenn sie dann auf Nanus Rücken sitzen dürfen. Manche trauen sich schon auch mal freihändig oder rückwärts auf ihr zu sitzen. Oder sie kuschel sich liegend auf das warme Fell. Auf dem nahe gelegenen Bolzplatz basteln wir derweil Steckenpferde, mit welchen die Kinder über die Wiese galloppieren. An diesem Tag gab es dann noch ein weiteres großes Ereignis, welches die Kinder völlig in ihren Bann zog. Unsere Kollegin in Elternzeit kam mit ihrem nur wenige Tage alten Baby zu Besuch. Babys scheinen eine magische Anziehungskraft zu haben, jeder wollte bei dem Kleinen sein, seine winzigen Füße und Hände halten, ihn streicheln, seinen Geräuschen lauschen und seine Mimik beobachten. Vorsichtig legte seine Mutter ihn auch mal auf den Schoß einzelner Kinder. Was für ein Glück und welche Zuneigung aus den Augen der Kinder strahlte, als sie den Kleinen in ihren Armen hielten.

Verfangen im Netz (04.09.15)

Jetzt im Spätsommer passiert es immer wieder: man spaziert gedankenverloren durch den Wald und plötzlich – schon wieder ein Spinnfaden im Gesicht! Wie kommt der Faden denn nur von der einen Seite des Weges auf die andere? Können Spinnen etwa fliegen, hüpfen oder ihre Fäden per Weitwurf dort anbringen? Und wieso klebt die Spinne eigentlich nicht in ihrem eigenen Netz fest? Wir wollens genau wissen und schauen uns auf einem Spaziergang erstmal an, was die Spinnen da für Kunstwerke im Wald erbaut haben. Hat es zuvor geregnet, sieht man die Netze besonders gut mit den glitzernden Tröpfchen, welche die so dünnen Fäden überziehen. In vielen Netzen entdecken wir kleine Spinnen, meist sitzen sie in der Mitte. Oft hängen schon eingesponnene kleine Tiere im Netz. Einige Kinder lassen die Achtbeiner über ihre Hand krabbeln, andere betrachten sie genauestens im Lupenglas. Auf unserem Naturkalender sehen wir, wie der Faden der Spinne vom Wind zum nächsten Ästchen geweht wird. Nun kann die Spinne beginnen. Die Kinder erkennen auf den Bildern auch, dass nicht alle Fäden kleben. Im Wald spannen wir mit Seilen ein großes Netz parallel zum Boden. Verschiedene Spiele im und durchs Netz sorgen für Spaß und Spannung. In einem Buch betrachten wir die Vielfalt der Spinnen und erfinden dann unsere ganz eigene. Aus Filzwolle gestalten die Kinder den Spinnenkörper, schneiden Beine aus und kleben sie dann auf ihr selbst gemaltes Spinnennetz. Auch die Beute wollen sie mit hinein malen, denn schließlich soll die Spinne satt werden. „Das Bild häng ich dann in mein Zimmer und dann gruselt sich meine Freundin davor.“ meint ein Mädchen. Ein Junge zeigt sein Gruselfoto von einem Auflug mit der Familie: eine echte Trantel sitzt direkt vor seinem Gesicht. Die Kinder sind stolz darauf, so mutig zu sein und keine Angst vor Spinnen zu haben.

Ein neues Kindergartenjahr beginnt (28.08.15)

Beeindruckend: aus nächster Nähe.

Nach einer dreiwöchigen Sommerpause startet die Räuberhöhle in ihr fünftes Kindergartenjahr. So bunt und vielfältig war das vergangene Jahr. Die letzten Kinder, welche noch die Anfänge in der Räuberhöhle mit erlebt haben, wechseln nur all zu bald schon auf die Schule. Neue Kinder kommen hinzu und der Wandel der Zeit geht weiter. Wir sehen der Zukunft mit Freude und der Aussicht auf viele neue, spannende Erfahrungen entgegen. Endlich wieder vereint im Morgenkreis, erzählen wir von unseren Ferien- und Urlaubserlebnissen. Eine Erkundungstour am Teich birgt so manche Überraschung. Eine wunderschöne Libelle scheint geradezu unsere Nähe zu suchen und schwebt anmutig in der Luft, so dass wir ihre glänzenen Farben bestaunen können. Ein Junge fischt einen Furchenschwimmer aus dem Teich, ein flinker Käfer, der mit seinen langen Hinterbeinen rastlos durchs Wasser flitzt. Noch nie haben wir dieses Tierchen zuvor zu Gesicht bekommen. Auch die Entdeckung, dass im Teich fleischfressende Pflanzen wachsen erstaunt uns. Wir untersuchen sie genauestens und entdecken winzige Fangbläschen. Als es eines Morgens unerwartet kalt ist, wärmen wir uns vor dem Vesper mit einem wilden Fangespiel querfeldein auf. Die Kinder sind es gewohnt über solches Gelände zu laufen, auch beim Rennen fällt hier kaum mal einer hin. Bei Sonnenschein besuchen wir die Mönchberger Ziegen von Herrn Eipper. Die Jungziegen sind inzwischen groß geworden. Nach dem Vesper können die Kinder Herrn Eipper bei Baggerarbeiten am Hang zuschauen. Dabei kommt die Baggerschaufel auch mal ganz nah. Drei Jungen stehen beeindruckt davor und verfolgen die Bewegungen der starken Maschine. Wie gegensätzlich wirkt da ihr daran anschließendes, sanftes Spiel mit Elli, unserem Räuberhund und ein paar Löwenzahnblättern.

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